Eine Studie der Unternehmensberatung AlixPartners zeigt, dass westliche Autohersteller und Zulieferer im Wettlauf um softwaredefinierte Fahrzeuge (SDV) gegenüber chinesischen Wettbewerbern zunehmend ins Hintertreffen geraten.
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Besonders bei Software-Kontrollpunkten, Wiederverwendbarkeit und Wirtschaftlichkeit über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus hätten chinesische Hersteller Vorteile. Grundlage ist eine internationale Befragung von mehr als 1.000 Führungskräften aus Automobil-, Zuliefer- und Technologieunternehmen.
Westliche Hersteller mit Übergangslösungen
Demnach entwickeln 41 % der chinesischen Hersteller SDV-Initiativen überwiegend intern, bei westlichen Herstellern sind es nur 27 %. Zudem setzen chinesische Anbieter häufiger auf entkoppelte Software-Stacks und zentrale beziehungsweise zonale Architekturen. Westliche Hersteller arbeiten laut Studie dagegen oft noch mit gemischten Übergangslösungen und fragmentierten Software-Strukturen.
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Auch bei der Monetarisierung gibt es Probleme: 94 % der westlichen Autobauer erzielen laut Umfrage mit weniger als der Hälfte ihrer SDV-Funktionen Erlöse. AlixPartners sieht den eigentlichen Nutzen daher weniger in Abo-Modellen als in Effizienzgewinnen bei Entwicklung, Qualität, Updates und Garantiekosten.
