Hätte jemand im Jahr 1983 gesagt, welche Entwicklung Seat in den folgenden 4 Jahrzehnten nehmen würde, man hätte ihn vermutlich für verrückt erklärt. Wissen Sie es noch? Exakt 284 der insgesamt 256.392 Neuzulassungen entfielen damals auf die spanische Marke: Das ist nach Adam Riese ein Marktanteil von 0,11 Prozent. Freilich, dann ging es rasch bergauf: 748 Stück waren es 1984, schon 1985 wurde mit 1.201 erstmals die Tausender-Marke überschritten. Fünfstellig (konkret 10.366 Stück) wurde es aber erst 2008.
Und jetzt? „All time high“ stand groß auf der Folie, die Mitte Jänner bei der Pressekonferenz gezeigt wurde. Es scheint, als hätten Timo Sommerauer, BA (Markenleiter von Seat und Cupra) und Geschäftsführer Mag. Wolfgang Wurm es gar nicht erwarten können, über ihre Leistung zu referieren, bewegten sich doch einige Journalisten direkt nach der Präsentation der Neuzulassungszahlen in der Industriellenvereinigung vom Schwarzenbergplatz in die Cupra City Garage in der Innenstadt.
Die Freude in Salzburg ist verständlich, denn die beiden spanischen Marken kamen im Vorjahr in Österreich auf einen Marktanteil von 8,4 Prozent: Seat, wo die Händler das ganze Jahr über auf die mittlerweile gestartete Erneuerung des Ibiza und des Arona warten mussten, schaffte trotz des Fehlens neuer Modelle 12.768 Neuzulassungen, was in der Marktanteilswertung 4,48 Prozent ergab.
Und Cupra, 2020 mit 148 Einheiten in Österreich gestartet, hat sich mittlerweile auf 11.219 Stück emporgearbeitet; mit einem Marktanteil von 3,94 Prozent lag man allerdings im Vorjahr (vielleicht zum letzten Mal) hinter der älteren Schwester. Beides zusammen ergibt den neuen Rekord von 23.987 Stück.
Dauerbrenner Ibiza
Bei Seat blieb der Ibiza mit 5.137 Stück (41 Prozent aller Zulassungen der Marke) das erfolgreichste Modell, auf den Leon inklusive Kombi-Variante ST entfielen 27 Prozent. Verkaufsstärkster Cupra war im Vorjahr der Terramar mit 2.989 Stück, gefolgt vom Formentor (2.010 Stück). 33 Prozent der im Jahr 2025 verkauften Cupra verfügen über einen Benzinmotor, 25 Prozent sind Mildhybride, 24 Prozent BEVs und 13 Prozent Plug-in-Hybride. Während sich Cupra auf den neuen Raval vorbereitet, ist ein elektrischer Seat preislich wohl nicht darstellbar …
