Ein bundesweiter Kontrollschwerpunkt zur widerrechtlichen Nutzung von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen hat hohe Steuernachforderungen ausgelöst. Im Mai 2026 führten das Amt für Betrugsbekämpfung und das Finanzamt Österreich gemeinsam verstärkte NoVA-Kontrollen durch. Die Finanzpolizei überprüfte insgesamt 921 Fahrzeuge beziehungsweise Sachverhalte, davon 369 allein an einem bundesweiten Kontrolltag im Frühverkehr.
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Bislang wurden in 210 Fällen insgesamt 976.572 Euro an Normverbrauchsabgabe und Kraftfahrzeugsteuer vorgeschrieben. Rund 100 weitere Fälle befinden sich noch in Prüfung. Kontrolliert wurde sowohl aufgrund eingegangener Anzeigen als auch aufgrund eigener Wahrnehmungen der Behörden. Finanzminister Markus Marterbauer kündigte ein konsequentes Vorgehen gegen nicht entrichtete Fahrzeugsteuern an.
Weitere Verstöße aufgedeckt
Bei den bundesweiten NoVA-Kontrollen stieß die Finanzpolizei auch auf zahlreiche Verstöße außerhalb der Fahrzeugbesteuerung. Festgestellt wurden unter anderem nicht zur Sozialversicherung angemeldete Beschäftigte, fehlende Beschäftigungsbewilligungen sowie mangelhafte Unterlagen bei Entsendungen aus dem Ausland. In 21 Fällen folgen Anzeigen an die zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden, die erwarteten Strafen belaufen sich auf rund 20.000 Euro.
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Zusätzlich wurden offene Steuerrückstände in Höhe von 23.878 Euro direkt vor Ort gepfändet. Besonders umfangreich fiel ein Fall bei einem Betrieb aus: Weil dieser seinen steuerlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen war, erließ die Finanzpolizei einen Sicherstellungsauftrag samt Forderungspfändungen über insgesamt 941.000 Euro.
