Wenn Ministerpräsidenten oder Bundeskanzler den Weg in einem Autowerk auftauchen, dann gibt es etwas ganz Besonderes zu feiern: So war es (zum Beispiel) vor 2 Jahren beim Besuch von Olaf Scholz in Rüsselsheim (125 Jahre Automobilbau von Opel), und so war es auch am 13. Juli in Kecskemét. Dort war der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar zu Gast, um das auf die doppelte Kapazität erweiterte Mercedes-Werk zu eröffnen. 400.000 Autos pro Jahr können hier gefertigt werden.

Die Marke mit dem Stern hat in den vergangenen 3 Jahren mehr als eine Milliarde Euro in die Hand genommen, um das Werk von 200 auf 440 Hektar zu erweitern: Neues Presswerk, neue Halle für den Karosseriebau, ebenso für die Montage, und – besonders wichtig: Eine eigene Halle für die Batteriefertigung.

Denn in Kecskemét startet nun der Hochlauf der vollelektrischen C-Klasse: Noch schweigt man, wie viele Einheiten jährlich produziert werden soll. Fix ist nur, dass es das beliebte T-Modell nicht geben wird. Dafür wird später in der südostungarischen Stadt neben der A-Klasse, dem GLB und dem elektrischen GLC auch der „kleine Bruder der G-Klasse“ produziert.

Warum nicht – wie die normale G-Klasse – bei Magna-Steyr in Graz? Das Werk sei bereits mit der militärischen und der zivilen Version der G-Klasse komplett ausgelastet, sagte Mercedes-CEO Ola Källenius im Kurz-Interview mit dem „A&W-Verlag“ am Rande der Veranstaltung.

Doch natürlich werde Mercedes an der Fertigung der G-Klasse in Graz mittelfristig festhalten, versicherte der Chef. Und auch die Entwicklungszusammenarbeit mit Magna-Steyr werde fortgesetzt.