Schwere Monate liegen hinter dem Team um Volkswagen-Chef Thomas Schäfer: Denn die Diskussionen um mögliche Werksschließungen in Deutschland haben dem Image der Marke nicht unbedingt genützt. Umso wichtiger sind derzeit positive Nachrichten: Und da trifft es sich gut, dass mit dem ID. EVERY1 ein Showcar fix und fertig ist, das in rund 2 Jahren als kleinstes, nur 3,88 Meter kurzes E-Auto des Konzerns auf den Markt kommen soll, vermutlich wohl unter der Bezeichnung ID.1.
Präsentiert wurde das Auto am Abend des 5. März in einer speziell adaptierten Halle des Congress Center Düsseldorf: Dort, in unmittelbarer Nähe des Flughafens, werden bis Ende März auch die Händler aus der ganzen Welt das Auto zum ersten Mal sehen. Jene aus Österreich sind am 20./21. März dran. 350 Personen werden mit 2 Sonderflügen aus Salzburg bzw. Wien nach Düsseldorf gebracht.

Was VW mit diesem Auto will? Schäfer drückte es vor Journalisten ganz klar aus: „Wir sind Marktführer in Europa. Und wir wollen das auch in der elektrischen Welt bleiben.“
Noch ist nicht klar, wie viele Einheiten von diesem Fahrzeug produziert werden sollen, auch die Fabrik ist noch nicht fixiert: Klar ist nur, dass das Fahrzeug auf jeden Fall in Europa produziert werden soll. Ein Preis von 20.000 Euro wird angestrebt, die Reichweite soll bei 250 Kilometer starten. Das ist für die meisten Einsatzzwecke vermutlich auch ausreichend, sieht man bei VW doch die unterschiedlichsten Zielgruppen für diesen Winzling: junge Autofahrer ebenso wie ältere Personen, aber auch Flotten wie zum Beispiel jene der Caritas sowie anderer Hilfsorganisationen oder Essenslieferanten. Im Gegensatz zu bisherigen Ankündigungen wird Volkswagen wohl die einzige Marke im Konzern sein, die so ein kleines Modell anbietet.

Bis der ID. EVERY1 im Jahr 2027 auf den Markt kommt, wird 2026 noch der ID. 2all dazwischengeschoben: Das ist quasi der elektrische Polo, von dem es einige Monate später auch ein SUV (also die E-Version des T-Roc) geben wird. Mit rund 25.000 Euro wird dieses Fahrzeug eine große Zielgruppe ansprechen, so die Hoffnung der Wolfsburger.