Nicht einmal 4 Jahre sind seit der „Eilmeldung“ vom 12. Oktober 2022 vergangen: An diesem Tag bestätigte Denzel, dass es ab Beginn 2023 eine neue Importmarke geben werde – BYD. Die Suche nach den ersten Händlern begann: Zwei Wochen später waren schon 50 Bewerbungen da, und mit Danijel Dzihic an der Spitze des Importeurs und Daniel Jäger als Verantwortlichen für den Netzaufbau ein extrem dynamisches Duo.
Und heute? Mit 5.804 Stück im 1. Halbjahr lagen die Neuzulassungen der chinesischen Marke, die demnächst auch in Europa produzieren wird, um 77 Prozent über dem Vorjahr. Mit einem Marktanteil von 3,5 Prozent war BYD in den ersten 6 Monaten die stärkste asiatische Marke in Österreich, also vor allen Mitbewerbern aus Japan und Korea. „Österreich hat eine neue Volumenmarke“, sagt Daniel Jäger nicht ohne Stolz. Und er weiß am allerbesten, dass es (neben den Produkten, einem zielstrebigen Importeur und einem druckvollen Hersteller) vor allem die Händler sind, die für den Erfolg verantwortlich sind.
Bei deren Auswahl gab und gibt es strenge Kriterien: „Zum größten Teil sind es Familienbetriebe, die extrem stark im Kundendienst sind“, sagt Jäger: „Wichtig ist auch, dass die Generationsnachfolge geklärt ist: So haben wir die Sicherheit für lange Zeit.“ Dritter Aspekt bei der Händlersuche: „Dass der Händler die Elektromobilität schon lebt und davon begeistert ist.“ Das Resultat kann sich sehen lassen: Bis dato sind mehr als 50 Standorte fix, bis Jahresende sollen es um die 60 sein. Jüngste Neuzugänge, wo es in den kommenden Wochen losgehen soll, stammen aus der Stadt Steyr (Reiter), aus Laa an der Thaya (Fenz), aus Mayrhofen im Zillertal (Autohaus Mayrhofen) sowie aus Maishofen bei Zell am See (Bründlinger). Ein weiterer wichtiger Standort soll demnächst bekannt gegeben werden.
Dennoch gibt es noch einige weiße Flecken, wo für interessierte Händler Chancen bestehen, etwa im Salzburger Flachgau sowie im Bereich Lofer/Unken, um die Brücke zur Stadt Salzburg zu schlagen. Auch in Krems und in Osttirol gebe es noch Chancen für jeweils einen Händler, sagt Jäger, weiters im Bezirk Reutte, im inneren Salzkammergut sowie in Oberpullendorf. Das Netz sei „ein ziemliches Potpourri“, wie es Jäger ausdrückt: BMW-Partner sind ebenso dabei wie solche von Mercedes, Kia, Ford oder Stellantis. Aber auch einige Quereinsteiger (bisherige freie Werkstätten) sind erfolgreich angedockt.
