Die Energiewende brauche Technologieoffenheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Darin waren sich die Vortragenden bei den Energy Transition Innovation Talks der eFuel Alliance in Wien weitgehend einig. Während synthetische Kraftstoffe einen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten könnten, verhindern regulatorische Unsicherheiten derzeit zahlreiche Investitionen.
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Stephan Schwarzer, Generalsekretär der eFuel-Alliance, kritisierte die europäische Gesetzgebung als „halbgar“ und „dilettantisch“. Anstatt Investoren zu motivieren, lasse der Gesetzgeber sie im Ungewissen. „Viele Projekte kommen trotzdem voran, aber nicht in dem Ausmaß, wie es notwendig wäre“, so Schwarzer.
Auch Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner sprach sich für Technologieoffenheit aus: „Wir wissen nicht, welche Technologie in fünf oder zehn Jahren führend sein wird“, so Zehetner. „Energiepolitik ist nicht nur Klimapolitik, sondern auch Standortpolitik“. Österreich verfüge insbesondere im Anlagenbau und in der Verfahrenstechnik über große Kompetenzen.
Hunderte Projekte geplant
Ralf Diemer, CEO der eFuel Alliance e. V. mit Sitz in Hamburg, verwies auf eine Studie von Porsche Consulting. Demnach wurden weltweit rund 300 E-Fuel-Projekte mit einer möglichen Produktionskapazität von 20 Milliarden Litern bis 2030 identifiziert. „Aber die wenigsten Projekte haben eine endgültige Investitionsentscheidung erreicht“, so Diemer. Dabei sei die EU-Regulatorik entscheidend, bestätigt auch Diemer die Aussagen von Schwarzer.
Bevor die Skalierung wirkt, seien die Produkte natürlich teuer. Eine wesentliche Rolle bei den Produktionskosten spielt laut Diemer der Strompreis, der rund 60 Prozent der Gesamtkosten ausmache. Die Herstellung in Regionen mit besonders günstiger erneuerbarer Energie kann daher wirtschaftliche Vorteile bringen.
Weitere Informationen und Statements lesen Sie in der AUTO Information 2841, die am 16. Oktober erscheint.
