Mit rückläufigen Stückzahlen und geringeren Margen, auch durch die wachsende Elektromobilität, stehen die Erträge in der Werkstätte schön langsam unter Druck. In vielen Betrieben wird das noch nicht ausreichend erkannt, weil die Hebebühnen in den vergangenen Jahren ohnehin ausreichend ausgelastet waren und – auch aufgrund der Mitarbeiter-Knappheit – sehr viel zu tun war. Doch die Mitarbeitersituation wird sich in den nächsten Jahren verschärfen, der Ertragsdruck wird größer werden, hier muss reagiert werden.

Ein entscheidender und noch viel zu wenig genutzter Schlüssel ist dabei die Digitalisierung sowie die Optimierung des Werkstätten-Prozesses. Das beginnt bei der Customer Journey, dem digitalen Kontakt zum Kunden (samt Werbung und Empfehlungsmarketing) und geht über die Online-Terminvereinbarung bis zu digitalen Kostenvoranschlägen und der Auftragsabwicklung bis hin zur Ersatzteil-Organisation. Nicht zuletzt muss die Rechnung  – inklusive entsprechender Kontrolle – auf Basis der auftragsbezogenen Zeiterfassung digital erstellt werden. Im Betrieb müssen die Abläufe effizient und digital organisiert werden, transparent, schnell und fehlervermeidend.

Den Mitarbeitern müssen alle Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, um so effizient und angenehm wie möglich arbeiten zu können: Damit die Fachkräfte gerne in diesem Unternehmen arbeiten (um bestehende Techniker zu halten und neue zu bekommen) und – ebenso wichtig – um so viel Arbeitszeit wie möglich verkaufen zu können. Hier liegt in vielen Betrieben noch großes Potenzial, das mit Digitalisierung, KI und optimierten Prozessen genutzt werden muss, um auch in den nächsten Jahren erfolgreich zu sein.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie übrigens in der nächsten AUTO & Wirtschaft, die nach den Feiertagen erscheint, sowie auf der AutoZum vom 22. bis 25. Jänner 2025 in Salzburg.