Ein Plus von 12,3 Prozent auf Jahressicht auf 284.978 Einheiten markiert den höchsten Stand seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 mit damals 329.363 Pkw-Neuzulassungen. Besonders stark sind die Monate Juli (+31,6 Prozent), September (+29,4 Prozent), August (+25,3 Prozent), Mai (+22,7 Prozent) und November (+20,5 Prozent) ausgefallen.

Einmal mehr konnten die elektrifizierten Fahrzeuge zulegen und kommen gemeinsam auf einen Anteil von 60,5 Prozent an den Pkw-Neuzulassungen. 60.651 Elektro-Pkw (+35,9 Prozent) nehmen 20,3 Prozent an allen Neuzulassungen ein, Benzin-Hybride mit 97.143 (+45,7) Einheiten und einem Anteil von 34,1 Prozent liegen noch darüber, Diesel-Hybride tragen mit 14.721 Stück (+2,6 Prozent) einen Anteil von 5,2 Prozent zum Gesamtmarkt bei. Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw (33.004 Einheiten, -25,2 Prozent) und Benzin-Pkw (79.457 Stück, -5,4 Prozent) gingen einmal mehr zurück.

Nach wie vor werden die Pkw-Neuzulassungen überwiegend von Firmen, juristischen Personen und Gebietskörperschaften getragen, auf die in Summe 63,4 Prozent entfielen. Bei den Marken blieb VW mit einem Anteil von 14,2 Prozent in Front, gefolgt von Skoda (10,6 Prozent) und BMW (6,7 Prozent).

Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, ortet trotz der unerwartet guten Zahlen "nach wie vor Luft nach oben". Für 2026 rechnet er ebenso wie Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel, mit einem moderaten Plus auf 290.000 Einheiten. Beide bekannten sich bei der offiziellen Präsentation der Zahlen zur Transformation in der Mobilitätsbranche, die aber mit Bedacht umgesetzt werden müsste. Wenig Freude haben die Branchenvertreter mit der Politik: Das leidige Thema Normverbrauchsabgabe (NoVA) und die angekündigte Änderung bei den Intervallen für die §57a-Überprüfung rufen Kritik hervor.

Bei den Pkw-Gebrauchtzulassungen gab es ein kleines Plus um 4.848 auf 825.477 Stück. Starke Zuwächse gab es hier bei den Elektro-Pkw (34.700 Einheiten, +20,9 Prozent), Benzin-Hybriden (69.893 Einheiten, +35,4 Prozent) und Diesel-Hybriden (24.019 Einheiten, +24,8 Prozent).

Leichtes Plus bei Kfz insgesamt

Insgesamt konnten die Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen im Vorjahr um 3,4 Prozent auf 381.860 Stück (+ 12.614 Einheiten) gesteigert werden. Bei Lkw der Klasse N1 gab es 33.451 (+1,1 Prozent) Neuzulassungen ebenso Zuwächse wie bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen mit 6.704 (+1,2 Prozent) Einheiten. Rückgänge verzeichneten Lkw der Klasse N3 (2.969 Stück, -21,9 Prozent), Lkw der Klasse N2 (516 Einheiten, -20,0 Prozent) und Sattelzugfahrzeuge (3.369, -4,4 Prozent). 32.061 Motorräder bedeuteten ein Minus auf Jahressicht von 31,1 Prozent, die Neuzulassungen von Motorfahrrädern entwickelten sich mit 9.210 Einheiten (-19,9 Prozent) ebenfalls rückläufig.

Eine umfangreiche Berichterstattung zur Präsentation der Kfz-Neuzulassungszahlen 2025 und die Reaktionen von Branchenvertretern können Abonnenten in der AUTO-Information, Nr. 2802, vom 16. Jänner 2026 nachlesen.