Dass ein Importeur die „Frischgfangten“ unter den Autoverkäufern über mehrere Wochen schult, ist einzigartig – und doch: Hyundai macht dies seit Ende Februar bereits zum zweiten Mal. Nach der Premiere im Vorjahr mit anfangs 13 Teilnehmern (und 10, die den Abschluss geschafft haben) läuft aktuell in Niederösterreich die 2. Verkäuferakademie. Organisator ist wieder Change Manager EUR Ing. Roland Bergmann: „Das sehr positive Feedback aus dem Vorjahr hat uns darin bestärkt, auch heuer einen derartigen Lehrgang zu veranstalten.“

Abschlusspräsentation im Juli

Dieses Mal sind 18 Personen mit dabei; ein Großteil von ihnen sind Quereinsteiger, die teilweise erst seit einigen Monaten im jeweiligen Hyundai-Betrieb angestellt sind oder dort bisher in anderen Bereichen tätig waren. In insgesamt 4 Schulungswochen, jeweils unterbrochen durch 3 Wochen im Betrieb, werden die 16 jungen Männer und 2 Frauen zu Verkäufern ausgebildet: „Mit 18 Teilnehmern sind wir aber schon am oberen Limit, weil die Trainer sehr gefordert sind“, sagt Bergmann. Eine abschließende Prüfung mit der Präsentation eines selbst gewählten Projekts aus dem Autobereich (etwa, wie sich das jeweilige Autohaus bei Firmenkunden verbessern kann) ist für Juli vorgesehen. Auch 2026 könnte wieder eine derartige Akademie stattfinden, so Bergmann. Neben der Wissensvermittlung sei wichtig, dass sich die Verkäufer auch in Zukunft unterstützen: „Etwa, wenn einer ein Auto hat, das der andere für seinen Kunden sucht.“ 

Bernhard Guggi-Jesse, Autohaus Niemiez/Völkermarkt: Er war Möbelverkäufer und hatte einen Hyundai i30 als Firmenauto: „Dann hat mich Karl Niemiez angesprochen, ob ich nicht bei ihm beginnen will, und seit Juli 2024 bin ich dort.“ Für die Verkäuferakademie im Vorjahr war es schon zu spät, aber heuer läuft alles perfekt: „Bei Küchen ging es manchmal um 40.000 bis 60.000 Euro. Im Vergleich sind manche Autos sogar relativ günstig.“ 

Hannah Faltlhansl, Autohaus Lietz in Waidhofen/Ybbs: Ihr Onkel, selbst Autoverkäufer, machte die damalige HAK-Schülerin auf die Stelle als Autoverkäufer--Lehrling aufmerksam: „Das war das Beste, was mir passieren konnte.“ Ende Jänner war die Lehrabschlussprüfung geschafft: „Ich will auf jeden Fall dort bleiben.“ Nächster logischer Schritt – die Verkäufer-Akademie: „Wir sind nach wenigen Tagen untereinander gut befreundet.“

Jeremias Hotowec (Autohaus Gruber, Kammern/Langenlois) schloss die 2017 begonnene Lehre als Kfz-Techniker in einem anderen Betrieb ab und wechselte 2023 aus privaten Gründen in das jetzige Autohaus. Wenig später war dort ein Job im Verkauf frei: „Mir hat der Kontakt zu den Menschen gefehlt.“ Kurz darauf schlug der Chef die Akademie vor: „Die Stimmung ist zwar locker, aber es wird viel gefordert.“