Bosch und die Linz AG haben am 16. Jänner 2026 eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Untersuchung von Wasserstoff-Projekten in Linz unterzeichnet. Konkret geht es darum, technische und wirtschaftliche Möglichkeiten rund um Erzeugung, Nutzung und Verteilung von Wasserstoff auszuloten. Im Fokus steht Wasserstoff, der im Elektrolyseprüffeld des Bosch Engineering Centers Linz erzeugt wird. Dieser könnte künftig in das geplante H2-Startnetz Linz eingebunden werden. Die Linz AG prüft dafür eine eigene, ausschließlich für Wasserstoff ausgelegte Leitung zu ersten Abnehmern.

Christian Ganser, Leiter des Bosch Engineering Center Linz, dazu: „Das Elektrolyseprüffeld in Linz bietet ideale Voraussetzungen, um Wasserstoff-Technologien vom Testbetrieb in reale Anwendungen zu überführen.“ Auch der mögliche Aufbau weiterer Elektrolyseanlagen sowie die gemeinsame Nutzung von Infrastruktur werden geprüft. Zusätzlich untersuchen die Partner, ob Elektrolyseanlagen so betrieben werden können, dass sie zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen, indem sie überschüssige erneuerbare Energie aufnehmen.

Politische Unterstützung für Vereinbarung

Helmut Weinwurm, Vorstandsvorsitzender der Robert Bosch AG, erklärt: „Gemeinsam mit der Linz AG wollen wir unsere Expertise in Wasserstoff-Technologien einsetzen, um nachhaltige Lösungen für Linz zu entwickeln.“ Seitens der Linz AG sieht Generaldirektor Erich Haider vor allem den strategischen Nutzen: „Die Kooperation mit Bosch verschafft uns frühzeitig Zugang zu Technologie und zu einer potenziellen Wasserstoff-Quelle.“

Politisch wird die Vereinbarung unterstützt. Landesrat Markus Achleitner betont: „Grüner Wasserstoff wird eine entscheidende Rolle für Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz spielen.“ Der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer spricht von einem wichtigen Impuls für den Standort. Die Absichtserklärung ist rechtlich nicht bindend. In den kommenden Monaten soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe prüfen, ob daraus konkrete Projekte entstehen.