Beim 9. SMATRICS E-Mobility Talk am 12. Juni 2026 stand die Zukunft der E-Mobilität in Österreich und die nächsten wichtigen Schritte zur Erreichung der gesteckten Ziele im Mittelpunkt der Diskussion.
Am Podium diskutierten Hauke Hinrichs, CEO von Smatrics, Daniel Hantigk (E-Control), Hans-Jürgen Salmhofer (BMIMI), Sigrid Stagl (WU Wien) und Philipp Wieser (Österreichs Leitstelle für E-Mobilität/AustriaTech).
Offene Baustellen
Zwar sei Österreich bei E-Mobilität auf Kurs, und Philipp Wieser skizzierte sogar ein Szenario, demzufolge der österreichische Markt bis 2032 vollständig elektrifiziert sein könne. Auch Hauke Hinrichs beurteilte die Ist-Situation positiv, Österreich habe seine Hausaufgaben gemacht. Aber nun müsse man rasch noch vorhandene Baustellen schließen – etwa Standardisierung des Netzanschlusses, Digitalisierung und die steigenden Netzentgeltkosten.
Auch der Zickzackkurs der Politik sorgte einmal mehr für Unmut. „Die E-Mobilität braucht keine Dauersubventionierung. Aber den Umstieg und damit den Ausweg aus der Energieabhängigkeit und den Weg zur Klimaneutralität zu verteuern, ist falsch“, nahm Hinrichs auf die jüngsten Budget-Schritte Bezug.
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Klimaschädliche Subventionen
Umweltökonomin Sigrid Stagl nannte die Abkehr von "unterstütztenden Rahmenbedingungen nicht rational begründbar". Nach wie vor würden weltweit jährlich 7 Billionen US-Dollar für die Subvention fossiler Energieträger ausgegeben; die grüne Transformation koste global 9 Billionen, so Stagl. Auch Österreich gebe pro Jahr 5,7 Milliarden Euro für klima-kontraproduktive Subventionen aus.
Hans-Jürgen Salmhofer schließlich betonte die Bedeutung von Regulatorik als entscheidender Faktor der Transformation. „Die Entwicklung zur Elektromobilität wird mit oder ohne Regulierung stattfinden. Die entscheidende Frage ist, ob Europas Industrie davon profitieren kann und ihre Wettbewerbsfähigkeit behält“, so Salmhofer. Die Transformation müsse verlässlich, wirtschaftlich und mit der nötigen Geschwindigkeit umgesetzt werden.
