„Das von uns gemeldete Ungleichgewicht im Bestand verschärft sich weiter: Anfang Juli machten gebrauchte BEVs 9,47 Prozent des B2C-Gebrauchtwagenbestands im Internet aus, verglichen mit einem Verkaufsmarktanteil von nur 4,97 Prozent“, so Andreas Steinbach, der bei Autorola GmbH für Indicata verantwortlich ist. „Berücksichtigt man den relativen Neuheitsgrad von BEVs und konzentriert sich auf Gebrauchtwagen, die weniger als zwei Jahre alt sind, so steigt der Marktanteil auf 9,27 Prozent, aber in diesem Altersbereich machen sie 14,07 Prozent des Bestands aus.“

Dieses Ungleichgewicht führe weiterhin dazu, dass gebrauchte BEVs schwer verkäuflich seien: „Unser Maß für die Geschwindigkeit des Verkaufs im Vergleich zum verfügbaren Bestand, das Market Days' Supply, zeigt, dass gebrauchte BEVs einen MDS von 189 Tagen haben, was 242,3 Prozent langsamer ist als Diesel“, erklärt Steinbach.

Die durchschnittlichen Online-GW-Preise für den B2C-Einzelhandel lagen im Juli laut Market Watch um 0,46% niedriger als im Vormonat und damit 3,65% höher als zu Beginn des Jahres 2022. Während die Preise für gebrauchte Benzinfahrzeuge im Monatsvergleich um 0,9% stiegen, gingen die Preise für andere Antriebsarten zurück, wobei jene für gebrauchte BEVs weiterhin stark sanken.

Die Zeit, in der fast jedes zweite verkaufte Fahrzeug auf Dieselfahrzeuge entfiel, könnte laut Market Watch bald zu Ende geht. Betrachte man die B2C-Gebrauchtwagenverkäufe im Internet für Fahrzeuge, die bis zu vier Jahre alt sind, so sinkt der Dieselanteil auf 39,26%, und für Fahrzeuge, die weniger als zwei Jahre alt sind, fällt der Diesel auf einen Anteil von 26,61% und liegt damit nur knapp vor dem Hybridfahrzeug mit 24,58%.