„Die durchschnittlichen Online-Preise für B2C-Gebrauchtwagen mit BEV sind in unserem Gebrauchtwagenindex im April in nur sechs Monaten um 13,4 Prozentpunkte gefallen. Trotzdem sind die Verkäufe hartnäckig stagniert“, erklärt Andreas Steinbach, der bei Autorola GmbH/Wien für Indicata verantwortlich ist. Im März lag der Anteil der Verkäufe am Online-GW-Markt für B2C-Fahrzeuge laut Market Watch bei nur 3,94%, verglichen mit 3,95% im Vormonat. „Mit dem Zustrom von gebrauchten BEVs, die aus Unternehmensrückgaben auf den Markt kommen, sehen Händler und Gewerbetreibende einen Anstieg der Lagerbestände“, so Steinbach weiter. Anfang April machten gebrauchte BEVS 7,64% des Gesamtbestands aus, was bedeutet, dass sie sich innerhalb von 6 Monaten verdoppelt haben.

Betrachtet man die anderen Antriebsarten, so ist der Diesel nach wie vor der beliebteste GW, der rund 50% der Online-Verkäufe von B2C-Gebrauchtwagen ausmacht, während GW mit Benzinmotor rund ein Drittel des Marktes ausmachen. „Während jedoch die Lagerbestände für alternative Antriebe steigen und gebrauchte Benziner ein wenig an Anteil verlieren, ist der Anteil an gebrauchten Dieselfahrzeugen mit 42,71 Prozent um 7,3 Prozent niedriger, was ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zur Folge hat“, so Steinbach.

Preise gesunken

Die Durchschnittspreise für den gesamten Markt in Österreich sanken laut Market Watch Anfang April um 0,47 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat, wobei die Preise für gebrauchte Dieselfahrzeuge wie erwartet nachgaben. Die Preise für gebrauchte Benziner stiegen im gleichen Zeitraum jedoch geringfügig an. Die durchschnittlichen Preise für gebrauchte Hybridfahrzeuge sinken immer noch etwas schneller als erwartet, aber die Preise für BEVs fielen im Monatsvergleich um weitere 3,7 Prozentpunkte.