„Die Preise bei österreichischen Online-Verkäufe von B2C-Gebrauchtwagen lagen im Juli um weitere 0,6 Prozentpunkte höher als im Vormonat und sogar um 11,6 Prozentpunkte höher als Ende des vergangenen Jahres“, berichtet Andreas Steinbach, der bei Autorola in Wien für Indicata verantwortlich ist. „Real ist der Anstieg sogar noch höher, da unser Preisindex auf einem konsistenten Pool von Fahrzeugen basiert, die gegen Januar 2021 indexiert sind, was normalerweise zu einer lebenszyklusbedingten Abwärtskurve der Durchschnittspreise führen würde.“
Dabei ist es für die Händler nach wie vor schwierig, die Nachfrage zu befriedigen: Der Bestand an Gebrauchten ist weiter gesunken und lag im Juli um 2,8 % niedriger als im Vormonat und um 22,1 % niedriger als zum Vergleichszeitpunkt im Vorjahr.
Aufgrund dieser Entwicklung sind B2C-Online-Verkäufe von Gebrauchtwagen sind im Juni um 6,7 % gegenüber dem Vormonat zurück gegangen und sind damit 31,7 % niedriger waren als im Juni 2021“, so Steinbach. „Nach der Hälfte des Jahres liegen die Verkäufe in Österreich um 26,8 % unter denen des ersten Halbjahres 2021 und um 16,7 % unter denen des gleichen Zeitraums vor Covid 2019.“
Entspannung frühestens in einem Jahr
„Während die gestiegenen Online-Preise für B2C-Gebrauchtwagen die Gewinnspannen verbessern, wird das Volumen durch einen Mangel an qualitativ hochwertigen Beständen stark beeinträchtigt“, so die Analyse des Indicata Market Watch: „Angesichts der Berichte über Vorlaufzeiten, die bis 2024 reichen, und der Tatsache, dass die Neuwagenverkäufe nun drei Jahre in Folge rückläufig sind, ist eine Entspannung des Angebots frühestens in 12-18 Monaten zu erwarten.“
