In der aktuellen Ausgabe von AUTO & Wirtschaft sowie in Kommentaren und Online-Artikeln beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema „E-Mobilität“, das in der Branche teilweise negativ emotional besetzt ist.
Ob man es mag oder nicht, ob es einem sinnvoll erscheint oder nicht: Ideologien und Emotionen haben hier keinen Platz. Die Elektrifizierung hat längst volle Fahrt aufgenommen und wird sich in einem hohen Maß durchsetzen.
In der aktuellen Ausgabe von AUTO & Wirtschaft haben wir uns mit den unterschiedlichen Ertragssituation bei Elektro- und Verbrennerfahrzeugen, den Tätigkeiten an Hochvoltfahrzeugen und antriebsneutralen Tätigkeiten beschäftigt. Die Analysen sorgen nicht für Jubelstimmung unter den Benzinbrüdern. Aber sie zeigen – wie auch mein Kollege Franz Verworner ausführt – Chancen und notwendige Änderungen auf.
Panik ist unbegründet: Alles was jetzt – und auch noch in den nächsten Jahren – an neuen Verbrenner-Modellen auf den Markt kommt, wird noch viele Jahre so verkauft werden. Nichts zu tun ist allerdings auch keine Option, denn das Image und die Positionierung beim Kunden entwickelt sich jetzt.
Das Autohaus und mit ihm das gesamte Team muss sich mit Lager- und vor allem Vorführwagen (sobald wieder verfügbar) und umfassender E-Auto-Kompetenz positionieren, mit Know-How, Beratung, Vermittlung und Verkauf von Ladeinfrastruktur und Ladezubehör aber auch der (kostenpflichtigen) Lademöglichkeit im Autohaus Erträge und Kundenbindung erwirtschaften.
Die Werkstätte, die ertragsmäßig am stärksten vom Wandel betroffen ist, muss sich die Frage stellen: Was kann ich für den Kunden tun, unabhängig davon, welcher Antrieb in seinem Fahrzeug steckt.
Der Lack- und Karosseriebetrieb muss sich mit Hochvolt-Technik auseinandersetzen und selbst die Reifenfachbetriebe müssen sich mit Hochvolt-Ausbildung und Ladestation als „e-friendly“ positionieren. Denn die E-Mobilität geht nicht mehr weg.
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