Die Bedeutung des Automobils sinke in den Städten, posaunt es VCÖ-„Experte“ Mag. Markus Gansterer (was qualifiziert ihn eigentlich?) in die Öffentlichkeit, um sogleich mehr und häufigere Bahn- und Busverbindungen in den Regionen zu fordern.
Dabei geht es den Zweit- und allenfalls Drittwagen an ihre Existenzbegründung. Mangelndes öffentliches Verkehrsangebot, Fehler in der Raumordnungspolitik und auch fehlende Regionalentwicklung, so der VCÖ-Experte von eigenen Gnaden, führten dazu, dass viele Haushalte am Land 2 oder 3 Autos haben. Gansterer fordert in den Regionen eine verkehrssparende Raumordnung: „Wenn ein Haushalt mit einem statt 2 Autos auskommt“, so das Kalkül des VCÖ, „erspart er sich mehrere hundert Euro pro Monat.“
In den urbanen Räumen macht sich der Wandel im Lebensstil der Menschen durch ein starkes Sinken des Motorisierungsgrades längst bemerkbar. In 20 von 23 Wiener Bezirken ist innerhalb von 10 Jahren die Zahl der Autos pro 1.000 Einwohner gesunken.
Die es sich leisten können/wollen, ziehen aufs Stadt-nahe Land. Und die, die sich immer weniger leisten können, flüchten in die Städte, um sich einen Job zu suchen, den sie in ihrem ursprünglichen Zuhause nicht mehr finden können.
Auf alles, was die mobilitätsorientierte Wirtschaft, unter welchem Vorwand auch immer, bremsen kann, hat der VCÖ Antworten, jedoch keine Lösungen. Der Sommer soll dem VCÖ Zeit für Reflexion und geistige Integration in wirtschaftliche Zusammenhänge bieten. Damit das geht, muss man einfach nur nichts tun. Nichts ist so wichtig wie das Nichts. Dieses Nichts ist der Raum, in dem der VCÖ inhaltlich operiert.
