Der erste Eindruck zählt – dies gilt auch für die Preisgestaltung bei Gebrauchtwagen, unterstreichen die Experten von Eurotax. Dass zu teure Fahrzeuge während der Angebotszeit mehrmals rabattiert werden müssen und zudem höhere Standzeiten aufweisen, liegt auf der Hand. Im Durchschnitt werde etwa die Hälfte der Differenz zwischen dem „Eurotax-Kurs“ und dem Angebotspreises im Laufe der Angebotsdauer nachgelassen, erklärt Mag. Roland Strilka, Director Insight and Market Analysis bei Eurotax. Hinzu kämen die Standkosten, die gemeinhin mit 0,1% des Angebotspreises anzusetzen seien. „Etwa 15% der Fahrzeuge fallen in diese Gruppe“, erläutert Strilka.

 

Rund 20% der verkauften Händlerfahrzeuge wurden dagegen deutlich unter dem Eurotax-Angebotskurs inseriert. Dennoch wiesen diese Autos keine auffallend niedrigeren Standzeiten auf. „Die Angebotstage eines Fahrzeugs, das 3.000 Euro unter Eurotax-Kurs angeboten wird, und jene eines exakt auf diesem Kurs liegenden Fahrzeugs sind fast ident“, sagt Strilka. Für den Händler bedeute dies, dass Gewinne verschenkt werden: „Es gibt eine große Anzahl an Fahrzeugen, die die Margensituation der Gebrauchtwagenhändler verbessern könnten.“