Rund 100 Neufahrzeuge sollte ein durchschnittlicher Autoverkäufer pro Jahr vermarkten. Seit dem Rekordwert von 356.145 Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2011 ist der heimische Markt freilich schon um mehr als 50.000 Einheiten zurückgegangen. „Daraus ergibt sich rein rechnerisch ein Verlust von über 500 Arbeitsplätzen, der tatsächlich noch höher ausgefallen sein dürfte“, analysiert Strassl.

 

Umso erschreckender ist es, dass die Politik nicht gegensteuert – im Gegenteil: „Alle unsere Warnungen, wonach die Erhöhung der NoVA im vergangenen Jahr und nunmehr die Verschärfung der Firmenwagenbesteuerung die Situation weiter verschlimmern werden, wurden in den Wind geschlagen“, kritisiert Strassl.

 

Angesichts der „eindeutig autofeindlichen Politik“ rechnet der Chef der größten privaten Autohandelsgruppe des Landes in den kommenden Monaten mit keiner Markterholung. Nachdem die Pkw-Neuzulassungen in den ersten 6 Monaten um knapp 3 % auf 161.633 Stück zurückgegangen sind, könnte am Jahresende sogar ein Minus von „5 oder 6 %“ in den Statistiken stehen. „Österreich weist damit die schwächste Entwicklung aller EU- und EFTA-Staaten auf“, sagt Strassl, der aus aktueller Sicht nur mehr einen Gesamtmarkt „um die 300.000 Neuzulassungen“ erwartet.