Lt. AK könne die jährliche Überprüfung des „Pickerls bis zu 96 Euro ausmachen, je nach Automarke und Werkstatt, wie eine aktuelle AK-Stichproben-Erhebung bei 40 Werkstätten sowie den Autofahrerklubs ergeben habe. Autofahrer kämen günstiger weg, „wenn sie Mitglieder des ÖAMTC (36,45 €) oder ARBÖ (44,80 €) sind“, sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina und rät darüber hinaus, „in der Werkstatt nachzufragen, ob die Pickerl-Überprüfung gratis ist, wenn gleichzeitig ein Service durchgeführt wird.“Ein Vergleich der Preise bei mehreren Autowerkstätten lohne sich auf jeden Fall.

 

„Es ist erwiesen, dass für eine seriöse § 57a-Überprüfung zumindest 45 Minuten durch den Kfz-Techniker beansprucht, ganz abgesehen davon, dass noch zusätzliche Aufgaben, wie das Ausfertigen der Plakette oder die Erstellung, das Anlegen und Ausfertigen des Gutachtens zu erledigen sind“, sagt Komm.- Rat Ing. Josef Puntinger, BIM der Kfz-Techniker. Eine Vereinheitlichung der Kosten für eine § 57a-Überprüfung sei aus kartellrechtlichen Gründen nicht möglich. „Sie soll aber keinesfalls als Kundenlockmittel verwendet werden, weil sie dafür absolut nicht geeignet ist. Wir werden dabei im Auftrag der Behörde tätig, weshalb die Überprüfung gewissenhaft durchgeführt und auch entsprechend honoriert werden muß“, so Puntinger.

 

Kritik übt die AK auch an ihrer Meinung nach hohen Preisen für Lackierer, Mechaniker oder Spengler. Gegenüber dem Vorjahr seien die Preise im Schnitt zwischen 3 und knapp 4 % gestiegen, wie die AK bei Stichproben in 38 Wiener Kfz-Werkstätten erhoben habe: Demnach würden für eine Mechanikerstunde Preise von 92,09 bis 238,38 € verrechnet, lt. AK eine Steigerung von 3 % im Vergleich zur Erhebung von 2014 , für Spengler und Lackierer-Stunden seien 132 bis 184,80 € zu bezahlen – um 3,9 % mehr als noch 2014.

 

„Es wäre interessant zu erfahren, wie die AK zu solchen Stundensätzen kommt, denn von Stundensätzen über 200 € habe ich noch nie gehört.“ Sollte es solche Stundensätze geben, könne es sich dabei vermutlich nur um hoch spezialisierte Arbeiten unter Einsatz zusätzlichen Geräts und spezieller Technik handeln, „dies ist mir noch nicht untergekommen“, so Puntinger.