Nach dem Ausverkauf der Handysparte steht bei Nokia auch der Kartendienst „Here“ zum Verkauf. Experten gehen davon aus, dass bis zu 3,5 Mrd. € vom Bestbieter bezahlt werden. Schenkt man den jüngsten Berichten Glauben, sind aktuell nur noch eine Gruppe von US-Finanzinvestoren sowie die Autohersteller Daimler, Audi und BMW im Rennen.
Der Finanznachrichtendienst „Bloomberg“ will indes wissen, dass die Autohersteller die besseren Karten hätten um das ,hauptsächlich' in Berlin beheimatete, Unternehmen zu kaufen. Seitens Nokia gibt es keine Stellungnahme zur aktuellen Situation – es wurde nur noch einmal betont, dass „here nur verkauft werde, wenn der Preis den Vorstellungen des Konzerns entspreche.“
Branchenexperten beurteilen die Chancen eines Verkaufs mit 90 % Wahrscheinlichkeit. Der Kartendienst bietet durch die Spezialisierung auf hochpräzise Karten für selbstfahrende Fahrzeuge die seltene Gelegenheit, einen komplett ausgebauten weltweiten Anbieter dieser Daten übernehmen zu können – ohne auf Ressourcen von Apple oder Google zurückgreifen zu müssen.
