Die Grünen unterstützen „Hoffmanns Erzählungen“, pardon Begehren, fachlich und finanziell und nehmen so ganze Wirtschafts- und Bevölkerungsteile in Geiselhaft. Juristen haben ihren Spaß und ihr Einkommen, Richter kneifen – und die Politik sowieso.

 

Bei allem Demokratieverständnis und damit verbundenem Gesundheitsschutz kostet das unser Steuergeld. Dabei konzediert sogar die Grazer Stadträtin Lisa Rücker ein Sinken der Feinstaubbelastung zum Vorjahr. Es ist jedoch nie genug und schließlich muss das Thema Verkehr zur nachhaltigen Störung der Wirtschaftskraft aufrecht erhalten werden. Dass damit der Verlust von Arbeitsplätzen verbunden ist und davon weite Teile der Bevölkerung betroffen sind und auf diese Art Lebensqualität verlieren, ficht Hoffmann und Konsorten nicht an. Einzelrecht geht vor allgemeinem Recht und die EU, ach die EU macht angeblich schon wieder Druck.

 

Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht und dazu fällt mir eine wahre Begebenheit ein. Anfang der 90er Jahre tobte an Österreichs Grenze der Jugoslawienkrieg. Im Land wurde gerade heftig über die Sinnhaftigkeit unserer Luftwaffe gestritten und diese politisch für obsolet erklärt. Eines Tages raste ein Jugo-Bomber über Graz hinweg und versetzte die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Danach war die Luftraumverteidigung kein Thema mehr. Den Pazifisten und Umwelttrommlern war mit einem Schlag ihr Argument abhanden gekommen.

 

Nur weil die Politik zu feig ist, Einzelinteressen Einhalt zu gebieten, können die Hoffmänner dieser Welt die Allgemeinheit vor sich hertreiben. Oder nehmen wir das russische Atomdrama Tschernobyl: Die Menschheit fühlte sich am Aussterben, tonnenweise wurden Jodtabletten verschlungen. Wir leben immer noch und die Lebensmittel sind auch genießbar. Die Strahlungsmessung zur Radioaktivität wurde verschärft. Dann kam die Reaktorkatastrophe von Fukoshima: Die Meßeinheiten Sievert, Rem und Becquerel geisterten durch alle Medien und als die Strahlenmengen weiter stiegen, senkte die japanische Regierung flugs die Werte und das Leben geht seither weiter.

 

Während Jugoslawien und Japan von wirklich dramatischen Ereignissen heimgesucht wurden, ist das steirische Feinstaubproblem eine vernachlässigbare Größe. Dennoch maßen sich Einzelpersonen – unterstützt von politisch einschlägig orientierten Gruppierungen – an, ganze Wirtschaftszweige zu schädigen. Dort entsteht der wahre Schaden.