Das – noch – regierende rote Wien arbeitet mit grüner Unterstützung unerschütterlich daran, in die Nähe der Kärntner Wahlschlappe der Blauen zu kommen und die Unternehmerpartei ÖVP schaut zu, wie Autos aus den Augen, Arbeitsplätze von den Lohnlisten und Kaufkraft (ver)schwinden. Straßenrückbauten, Parkpickerl, drakonisch anmutende Verkehrsstrafenregister sowie galoppierende Treibstoffpreise und Fahrzeugerhaltungskosten vermiesen immer mehr Autohaltern den Fahrspaß. Alle kneißen die Kaufzurückhaltung, nur die Fahrzeugimporteure nicht.
Hahnebücherne Ausreden in der Statistikinterpretation strapazieren zunehmend Wirtschaft und Politik, denen Eitel, Wonne und Waschtrog vorgegaukelt wird. Derweilen sinkt in den Kfz-Betrieben seit Monaten die Auslastung, nur der Pfusch blüht noch. Der gesamte Autohandel gerät in Rabattgefälle nie gekannten Ausmaßes und ist ohne Servicegeschäft oft nicht mehr lebensfähig. Wenn wieder die Zinsen für Kredite zu steigen beginnen, ist ein Massensterben von Autohäusern mit allen damit verbundenen Arbeitsplatzverlusten unausweichlich.
Die Pendler werden abgeschreckt, liest man Politkommentare: Immer mehr steigen vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel um! Schön: der Erfolg des Parkpickerls ist der Misserfolg der Wirtschaft. Inzwischen bauen wir in die städtischen Speckgürtel fleißig Park-&-Ride-Häuser, um in nächster Etappe die dann noch vorhandenen Autodeppen mit entsprechenden Gebührenerhöhungen weiter ausdünnen zu können. Dazu trägt die Politik des "üblichen Denkens" bei. Kein Wunder also, befinden sich viele Hersteller der Träume aus Blech und Elektronik im Tief oder nahe der Pleite.
