„Angesichts einer wahren Flut an neuen Fahrzeugen, könnte man der Ansicht verfallen, dass in der Branche alles eitel Sonnenschein sei. Doch die Branche steht angesichts drastischer Herausforderungen am Scheideweg“ fasst Carsten Kahner, Partner im Geschäftsbereich „Automotive and Mobility“ von Arthur D. Little, die aktuelle Lage zusammen. Die wichtigsten Herausforderungen seien die Verschiebung vom Listenpreis zur „Total Cost of Mobility“ als kaufentscheidender Faktor, verbunden mit geringeren Mobilitätsbudgets der Privatkunden, sowie der Wunsch nach „integrierten Mobilitätsmodelle“, die über das bisherige Carsharing hinaus gehen.

 

Kahner fordert die Branche darüber hinaus auf, ihr Qualitätsmanagement zu optimieren. Zu guter Letzt gelte es, geeignete Lösungen für den Online-Vertrieb zu entwickeln. „Es macht nach unseren Erkenntnissen keinen Sinn, dass die Hersteller ihr gesamtes, frei konfigurierbares Produktportfolio online anbieten. Vielmehr eignen sich bereits produzierte, vorkonfigurierte Fahrzeuge”, so Kahner. Außerdem spricht er den brisanten Widerspruch zuwischen Internethandel und klassischen Vertriebsnetzen an: „Die berechtigten Interessen des Händlernetzes müssen durch Integration in das System bereits bestehender Verkaufskanäle und -formate berücksichtigt werden.”