„Entschleunige und lebe“ nannte Knoflacher seinen Vortrag in Graz und servierte dem anwesenden Publikum auch gleich ein Konzept, wie er sich das vorstellt: Unter anderem müsse ein Auto so weit weg stehen, wie die Entfernung zur nächsten Haltestelle eines öffentlichen Verkehrsmittels. Sei eine Garage 1.000 m vom Wohnort entfernt und die nächste Haltestelle nur die Hälfte davon, so „sind nur noch 3 % der Bevölkerung bereit, ein Auto zu benützen. Dann brauchen wir kein Autofasten mehr“, glaubt Knoflacher.

 

Angesichts solcher Vorschläge können wir uns das Fasten sparen, weil uns der Appetit bereits vergangen ist. Da trösten uns auch die Worte von Probst und Grazer Stadtpfarrer Mag. Christian Leibnitz, der als leidenschaftlicher Radfahrer auch Dienstfahrten mit dem Drahtesel absolviert, wenig. Leibnitz nutzt die Zeit, in der er „langsamer zu einer Veranstaltung kommt, zur Vorbereitung“. Wir nützen die Zeit, um realitätsfremden und abgehobenen Ideen eine klare Absage zu erteilen und davor zu warnen, dass die Entschleunigung nicht in völligem Stillstand endet.