Prof. Hannes Brachat, Herausgeber der Fachzeitung „AUTOHAUS“, skizzierte bei der diesjährigen „Perspektiventagung“ im Schloß Wilhelminenberg (Wien) auf anschauliche Weise die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Automobilvertrieb. Reichten früher Vertragshändler und -werkstätten, Niederlassungen und ungebundene Werkstätten aus, um den wirtschaftlichen Wachstumsprozess zu begleiten, fügen sich im heutigen Verdrängungswettbewerb Brand Lands, Kundencenter, Internetbörsen, Vermittler, Re-Importeure, Werkstattkonzepte und -ketten sowie Teile- und Zubehörfachmärkte hinzu.
Künftig werden sich exklusive und Multimarken-Vertragshändler, Großkundenzentren, Neuwagen-Auslieferungslager, autorisierte Werkstätten und Ersatzteilstützpunkte, unabhängige Leasinggesellschaften, Flagship Stores, speditionelle Auslieferungszentren, Internet-Broker und Originalteilespezialisten bekämpfen, um den überfrachteten Automarkt samt Peripherie zu bedienen. Weniger könnte auch da mehr sein! Manche selbst auferlegte Teilnahmebeschränkung kann Abhilfe schaffen!
Perspektivisch betrachtet, so Brachat vor rund 70 Autohändlern in Wien, mündet eine derartige Pluralisierung der Absatzwege in eine klare Erkenntnis: „Nur die besten Autohäuser werden eigenständig überleben." Auch bislang gut aufgestellte Unternehmen müssen sich vor diesem Hintergrund fragen, ob sie auch morgen die richtigen Schwerpunkte setzen und die vorhandenen Potenziale vollständig ausschöpfen können.
