Es müssen laufend neue Modelle auf den Markt kommen, lautet das Credo der Konzernlenker und in Wirklichkeit sinkt bei uns die Nachfrage. Unter dem Blech oder Plastik wird es immer einheitlicher, im Vertrieb dagegen immer ungemütlicher. Von der Stimmungsmache gegen das Automobil ganz zu schweigen. Das ist ein schleichender Prozess mit wachsender Dynamik in der Arbeitslosenstatistik.

Verringerung der Produktions-, Verwaltungs- und Vertriebskosten, verschreibt z. B. Karl-Thomas Neumann Opel seine Blitz-Kur, bedeuten die Anpassung der Produktion an die reale Nachfrage. Ergo kann das bei plausibler Aufrechterhaltung der Fertigungskapazitäten nur die Produktion von markenfremden Modellen in europäischen Werken bedeuten. Auf diese Chance warten z. B. China und Indien, mit ihren Modellvariationen in unseren Märkten aufzuschlagen.

 

Ohne unerreichbare Volumenziele werden die Autohersteller nie aus der Verlustzone kommen. In einem von Verboten zunehmend verkrebsten europäischen Wirtschaftssystem nimmt sich davon niemand aus. Auch die stolzen Volksleute aus Wolfsburg nicht.