Das andernorts aufgrund der hohen Kosten geschmähte „Downstream-Geschäft“, also die Zusammenarbeit mit Werkstätten, Teile- und Zubehörhändlern, ist seit jeher die Kernkompetenz von Liqui Moly. Im Vorjahr resultierte diese Fokussierung in einer Umsatzsteigerung um 17 % auf rund 400 Mio. €. Davon entfielen knapp 7,5 Mio. € auf Österreich, was einem Zuwachs von 14 % entsprach.
2012 war für das deutsche Unternehmen auch von der bislang größten Investition überhaupt geprägt: Für 8 Mio. € wurde ein Tanklager in Dillingen an der Saar errichtet. Dort bieten 10 Lagertanks Platz für 18.000 Kubikmeter Rohstoffe, wie Firmenchef Ernst Prost erläutert: „Ohne das Tanklager können wir nicht in gewünschtem Maße weiter wachsen.“
Im heurigen Jahr strebt Prost, der mit seinem extrovertierten Auftreten gleichzeitig der bekannteste Werbeträger des Unternehmens ist, weitere Zuwächse an. Dazu beitragen sollen einerseits Marktanteilsgewinne in vom Verdrängungswettbewerb geprägten Ländern wie Österreich und Deutschland, andererseits soll der Export weiter ausgebaut werden: „Unsere Produkte vertreiben wir in beinahe 110 Länder. Die weißen Flecken, die es noch auf der Landkarte gibt, werden zusehends weniger.“
