Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR-Instituts an der Universität Duisburg, hatte in einer kürzlich veröffentlichten Analyse, in der er sich auf offizielle Daten des Kraftfahrbundesamtes berief, geschrieben, dass sich die Neuzulassungen des Golf 7 in den Monaten November und Dezember 2012 mit 16.537 Stück in Deutschland in einem 17-Jahres-Tief befänden.
Der Wolfsburger Konzern wies diese Darstellung zurück. Dudenhöffer mache unseriöse Vergleiche, wenn er in einer Anlaufphase Phasen der Marktreife und deutlich größerer Produktionsmengen in anderen Jahren gegenüberstelle. Darüber hinaus habe die Auslieferung in Deutschland erst am 10. November 2012 begonnen, weshalb der Monat November nicht voll rechenbar sei. Am Mittwoch (23.1.) gab der Konzern bekannt, dass Volkswagen aufgrund der europaweit guten Nachfrage mit über 100.000 Bestellungen für den Golf 7 im Stammwerk Wolfsburg zusätzliche Sonderschichten plane. Vorgesehen seien drei Samstag-Frühschichten im ersten Quartal dieses Jahres mit einem Zusatzvolumen von rund 2.000 Fahrzeugen für den europäischen Markt.
In Österreich will man die Streitigkeiten nicht kommentieren. Grundsätzlich sei man mit dem Verkaufsstart des Golf 7 in Österreich sehr zufrieden, sagt Richard Mieling, Leiter Öffentlichkeitsarbeit Porsche Austria. „Wir können sagen, dass wir die internen Ziele bereits übertroffen haben. Der Golf 7 steuert in Österreich im Jänner 2013 auf ein sehr gutes Ergebnis zu und wird seine Stellung als klare Nummer 1 im Modelranking eindrucksvoll behaupten“, so Mieling. Detaillierte Verkaufszahlen wollte Mieling nicht nennen.
