Oktober 2011: die Region Bangkok kämpft mit allen Mittel gegen die Flut. Viele Industriegebiete, auch die Fertigungslinien von Ford, Honda Automobile Thailand (HATC) und Toyota sind betroffen, können aber nach Rückgang des Wassermassen wieder in Gang gebracht werden. Schwerwiegender ist der Verlust von ca. 100.000 Pkws und Pick-ups, die auf den riesigen Abstellflächen regelrecht „abgesoffen“ sind.
Erst ein halbes Jahr später konnten Honda & Co. die Bänder wieder starten: Dann setzte allerdings der Turbolader in der thailändischen Autoindustrie ein. Mit 2,4 Millionen produzierten Pkws und Pick-ups hat sich das Land des Lächelns in die Top-10-Liga der automobil-produzierenden Nationen katapultiert. 2013 wird Thailand, so nach Ansicht von Autoexperten, mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge produzieren und davon ca. 1,2 bis 1,3 Millionen Pkws exportieren.
Dank großzügiger staatlicher Subventionsprogramme für Auto-Erstkäufer – zumeist in Form einer Verkaufssteuerrückerstattung von bis 2.500 € pro Fahrzeug mit maximalem Hubraum von 1,5 Liter und einem Kaufpreis unter 25.000 Euro – stieg die Nachfrage nach Pkws und Pick-ups im vergangenen Jahr auf mehr als 1,4 Mio. Fahrzeuge, was einen Anstieg von 73 % (!) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 darstellt. 95 % aller Erstkäufer haben das staatliche Förderprogramm in Anspruch genommen.
An der Spitze steht unangefochten Toyota mit 480.000 verkauften Pkws und Pick-ups, gefolgt von Isuzu mit ca. 200.000 Einheiten, an dritter Stelle Honda mit ca. 150.000 Pkws. Mitsubishi konnte 120.000 Käufer begeistern und Nissan immerhin mehr als 110.000. Die am meisten nachgefragten Modelle waren der Toyota Vios, eine nur in Südostasien und China verkaufte Kompaktlimousine, und der Honda Civic (viele davon in der CNG-Variante).
