So auch geschehen bei den Ausstellern der Fachmesse AutoZum in Salzburg, die trotz misslicher Wetterlage recht gut besucht war, sodass man zwar keine Wunder, jedoch „professionell optimistisch“ (O-Ton Würth, Alfred Wurmbrand) mit guter Arbeit Chancen für neue Erfolge nutzen kann. Viele Besucher haben ihr Bedarfsinteresse deponiert. Jetzt regiert bei den Ausstellern die Hoffnung, dass in der Nachbearbeitung der ersehnte Erfolg eintritt.

 

Wermutstropfen für Besucher und Exponenten ist eine lückenhafte Ausstellerstruktur. Für Mag. Walter Birner, größter Messestand-Repräsentant, ist die AutoZum inzwischen eine Herausforderung: „Ohne ausreichende Fachbesucherfrequenz wird für mich ein Hausmesse zum Thema. Industrie und Mitbewerber absentieren sich immer mehr vom Messegeschehen.“ Allein in Deutschland werden von Handelsorganisationen über 50 Hausmessen abgehalten, die der Industrie und dem Dienstleistungsgewerbe finanziell das Leben schwer machen.

 

Die AutoZum-Messeorganisation steht diesbezüglich vor einer großen Herausforderung, sagen bislang treue Ausstellungspartner.

 

In Salzburg war die nicht ausstellende Industrie- und auch Handelsseite personell dennoch mit allem Rang und Namen vertreten, um sich nach neuen Geschäften umzuschauen. Jeder von ihnen will seine Präsenz im Land erhöhen und versucht in längst nicht mehr wachsenden Märkten den einen oder anderen Konkurrenten aus bestehenden Partnerschaften zu kegeln. Ausstellen sollen die anderen. Fachbesucher hielten oft vergeblich nach ihren Ansprechpartnern Ausschau, die sie ansonsten während des Jahres ständig beehren. Das Standpersonal war selten ausgelastet.

 

Bei fortlaufender Wirtschaftsflaute ist mit einem weiteren Schrumpfen des Ausstellerangebots, wie zum Beispiel auf der AutoZum, wo ganze Sparten fehlten, zu rechnen. Es werden sich alle Beteiligten überlegen müssen, wie sie künftig gegenüber ihren Kunden und Interessenten auftreten wollen. Lässt sich die Industrie weiter im Hausmessekonzept der einzelnen Handelskulturen finanziell zerreiben oder besinnt sie sich doch wieder zur Logik gemeinsamer Messeveranstaltungen. Rechnen zahlt sich auch in dieser Richtung aus.