Bei Feinstaub PM10 wurden die niedrigsten Messwerte seit dem Beginn der Messungen von Feinstaub im Jahr 2002 gemessen. Auch bei den Stickstoffdioxidwerten kann Wien heuer mit einer deutlichen Verbesserung aufwarten. Konkret wurde an keiner der 13 Feinstaub-Messstellen der von der EU vorgegebene Grenzwert von maximal 35 Überschreitungstagen pro Jahr überschritten.

 

Die von der EU festgelegten Grenzwerte für Feinstaub beziehen sich auf einen Tagesmittelwert und einen Jahresmittelwert. Der Grenzwert für den Tagesmittelwert beträgt 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und darf bis zu 35 Tage pro Jahr überschritten werden. Der als Jahresmittelwert ausgewiesene Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde in Wien bisher an allen Messstellen eingehalten.

 

„Faktum ist, dass nur ein Viertel des Wiener Feinstaubs hausgemacht ist, drei Viertel kommen durch Ferneintrag nach Wien, was auch die Aquella-Studie von Prof. Puxbaum von der TU Wien 2005 belegt“, sagt auch Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima. Den hausgemachten Anteil will Wien mit weiteren Maßnahmen unter anderem auch im Verkehrsbereich senken. Ob dieses hochgesteckte Ziel durch die Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung, Tempo-30-Zonen und Eindämmung des Individualverkehrs erreicht werden kann, darf bezweifelt werden.