2011 absolvierten fast 22.000 Personen eine L17-Ausbildung, dies entspricht einem Viertel aller neu erteilten Führerscheine. Experten rechnen damit, dass sich diese Form der Ausbildung durch eine neue EU-Richtlinie, die ab 19.1.2013 in Kraft tritt und die es Fahranfängern ermöglicht, noch früher ans Steuer zu dürfen, noch verstärken wird. Demnach können Jugendliche bereits mit 15,5 Jahren ihre Fahrausbildung beginnen.
Die Prüfung ablegen und alleine fahren dürfen sie weiterhin erst mit 17. Eine Hürde bilden allerdings die oftmals hohen Kosten für eine Kfz-Haftpflichtversicherung. „Vor allem junge Menschen mit geringem Einkommen spüren die Belastung am stärksten. Häufig werden Fahrer unter 24 Jahren von den Instituten sogar abgelehnt oder nur gegen Abschluss einer Zusatzversicherung aufgenommen“, kritisiert versichern24-Experte Ivo Radulovski.
Der Preisunterschied sei enorm. So bezahle lt. versichern24 etwa ein 38-Jähriger bei der Uniqa 1.137,85 Euro Jahresprämie, ein 18-Jähriger dagegen 1.402,98 Euro. Die Prämie bei der Zürich Versicherung betrage für einen 38-Jährigen 1.158,01 Euro im 1. Jahr, und 2.386,06 Euro für einen 18-Jährigen. In der muki Versicherung gelte für dieses Beispiel die Jahresprämie von 1.002,01 Euro unabhängig vom Alter. Je nach Anbieter bezahle also ein 18-jähriger Fahrer bis zu 1.228,05 Euro mehr als ein 38-jähriger. Jugendliche unter 18 Jahren benötigen die Einwilligung ihrer Eltern, um eine Versicherung abzuschließen. Der Rat der Experten: Für Fahranfänger ist es empfehlenswert, Versicherungsanbieter zu vergleichen.
