„Die steigenden Mobilitätskosten bringen Wenigverdiener erheblich unter Druck”, mahnt ÖAMTC-Expertin Gabriele Gerhardter. Sie verweist auf eine Umfrage des Autofahrerklubs, laut der 27 % der Befragten auf Restaurantbesuche, 20 % auf Reisen und 18 % auf andere Freizeitaktivitäten verzichten, um sich die immer höheren Spritkosten leisten zu könen. Manchmal würde zugunsten der (beruflich unverzichtbaren) Mobilität sogar bei den Lebensmittelausgaben gespart.

 

Zweifellos darf man von diesen Extremfällen nicht auf die Mehrheit der (Konsumenten schließen. Österreich zählt zu den reichsten Ländern der Welt, die Wirtschaftskrise hat sich hierzulande noch kaum auf die Haushaltseinkommen ausgewirkt. Aber eines steht fest: Die Schere zwischen Durchschnittsverdiensten und Ausgaben öffnet sich. Wenn die Politik diese Entwicklung durch Fehlentscheidungen (siehe Parkpickerl oder Verkehrsstrafen-Erhöhung) verstärkt, werden weitere Teile der Bevölkerung darunter leiden – und in der Folge auch die Autobranche.