Insgesamt werden lt. AKV in Österreich heuer 6.239 (plus 1,98 %) Unternehmen Pleite gehen (2011: 6.118). Im Jahr 2012 stieg die Zahl eröffneten Unternehmensinsolvenzen von 3.268 auf 3.479 Verfahren und somit um 6,46 %. Die Insolvenzabweisungen mangels Masse konnten um 3,16 % von 2.850 (2011) auf 2.760 reduziert werden.
Die Gesamtpassiva der Unternehmensinsolvenzen betragen lt. AKV 2012 geschätzte 3.164 Mrd. € (2011: 3.021 Mrd €). Deutliche Veränderungen gibt es bei der Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze: Sie stieg gegenüber dem Vorjahr (14.537) auf 17.995 an.
„Der abgeschwächte Konjunkturverlauf der österreichischen Gesamtwirtschaft fand parallel zu den zurückgenommenen Konjunkturerwartungen der Experten unmittelbar in der Insolvenzstatistik seinen Ausdruck“, sagt Mag. Hans Musser, Geschäftsführer des AKV.
Nach Hochrechnung des AKV stieg auch die Zahl der Gesamtinsolvenzen im Bereich Handel, Kfz-Reparatur von 1.037 (2011) auf 1.194. Über 15 Unternehmen wurden ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung, über 104 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung und über 593 Unternehmer der Konkurs eröffnet. Bei 482 Unternehmen erfolgte eine Verfahrensabweisung mangels Masse. Ein leichter Rückgang im Bereich Handel, Kfz-Reparatur ist lt. Hochrechnung bei den Gesamtpassiva zu verzeichnen: Sie sanken von 653,7 Mio. € (2011) um 4,4 Mio. € auf 649,3 Mio. € im Jahr 2012.
