Mit der Transaktion geht zum Jahreswechsel eine Ära zu Ende: Die Pappas-Gruppe hatte jahrzehntelang als österreichischer Mercedes-Großhändler fungiert, bevor 1980 das Gemeinschaftsunternehmen mit der damaligen Daimler-Benz AG gegründet wurde. In Ungarn wurde nach dem Fall des Eisernen Vorhangs die gleiche Gesellschaftsform gewählt.
Nunmehr gibt Pappas die 50-%-Anteile an den beiden Importgesellschaften ab. Parallel übernimmt die Daimler AG von der Pappas-Gruppe auch deren Anteile an den beiden Finanzierungstöchtern, nämlich 49 % an der österreichischen und 10 % an der ungarischen Finanzdienstleistungsgesellschaft. Zum 1.1. 2014 wird darüber hinaus der bisher ebenfalls von Pappas wahrgenommene österreichische Teilegroßhandel in den Konzern integriert: Das Teilevertriebszentrum in der Salzburger Siebenstädterstraße wird geschlossen, damit gehen auch 110 Arbeitsplätze verloren.
Bei Pappas betont man, dass man sich künftig „verstärkt auf das Automobileinzelhandels- und Kundendienstgeschäft konzentrieren“ werde. Mercedes-Benz bleibe dabei unverändert die Kernmarke, spürbare Veränderungen gegenüber den Kunden werde es nicht geben.
Bei Mercedes-Benz Österreich bringt der Eigentümerwechsel einen Führungswechsel mit sich: Mag. Bernhard Denk, seit 1995 leitender Mitarbeiter und seit 2006 Geschäftsführer, scheidet aus dem Unternehmen aus. Seine Aufgaben übernimmt interimistisch Peter Harbrecht, Hauptabteilungsleiter für Finanzen, Controlling und Personal. Der definitive Nachfolger von Denk soll laut dem Daimler-Konzern demnächst ernannt werden.
