Besonders die Autohersteller warten alle Jahre wieder gespannt auf die Veröffentlichung des TÜV-Reports, bei dem über 8 Mio. Hauptuntersuchungen zwischen Juli 2011 und Juni 2012 ausgewertet wurden. Hinter dem VW Polo folgen der Mazda3 (2,7 Prozent) sowie der Audi Q5 mit einer Mängelquote von 2,8 Prozent. Generell ist der Anteil der Fahrzeuge, die bei der Hauptuntersuchung wegen schwerer Mängel durchgefallen sind, leicht gestiegen – nämlich von 19,7 auf 20 Prozent.
Spürbar zugenommen hat indes die Zahl jener Fahrzeuge, die bereits bei der erstmaligen Untersuchung nach drei Jahren schwere Mängel aufweisen. Waren es beim TÜV-Report 2012 noch 5,1 Prozent, sind es dieses Mal bereits 6,1 Prozent. Bei den fünfjährigen Autos gab es einen leichten Anstieg von 10,3 auf 10,6 Prozent, bei den siebenjährigen wurde ein Rückgang von 17,5 auf 17,2 Prozent verzeichnet, die neunjährigen (22,2 auf 23,1 Prozent ) sowie die elfjährigen Fahrzeuge (26,8 auf 27,4 Prozent) schnitten schlechter ab.
Einen positiven Trend gibt es bei den mängelfreien Autos. Lag die Quote 2007 noch bei 48,3 Prozent, gab es aktuell bereits 55,1 Prozent, die ohne Mängel durch die Hauptuntersuchung kamen. Kritik übt Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV e.V., an der mangelnden Sorgfalt der Autofahrer: „Die konstant hohen Mängelraten an der Beleuchtung sind erstaunlich, dabei wären diese einfach zu erkennen. Aber selbst Warnlampen im Cockpit reichen häufig scheinbar nicht aus.“
