Die vormaligen Wiener point-S-Betriebe des Karl Rippel sind damit zerfallen. Das Duo Rippel-Wurm hat im Vorfeld dieser Entwicklung seine Lieferanten finanziell stark in Anspruch genommen und Vereinbarungen letztendlich platzen lassen, lautet deren Vorwurf.
Nun wurde über Europneu Reifenhandels GmbH das Konkursverfahren (Gz: 28 S 139/10k) eröffnet und zum Masseverwalter Dr. Andrea Fruhsdorfer bestellt. Rippels Rechtsanwalt Mag. Dr. Peter Sommerer will sich nun über seine R2G Beteiligungs GmbH mit 54 % an der Europneu Gesellschaft beteiligen, um sie während des Insolvenzverfahrens operativ von Wurm weiterführen zu lassen. 26 % hält weiterhin Rippels Pneufina-Konstruktion, 20 % Dipl.-Ing. Walter Hennemann. Den Gläubigern soll eine 20-prozentige Quote angeboten werden.
Sommerer sieht unter „Kapitalzuführungsmaßnahmen“ durchaus Sanierungschancen für Europneu am Standort in Wien-Floridsdorf. Wurm wird unabhängig davon künftig auch die von ihm inklusive Namensrechte erworbene Pneumat in Wien-Rudolfsheim betreiben. In der Europneu soll Sommerers Vertrauensmann Hennemann für geordnete Verhältnisse sorgen, verspricht er „aufgrund nicht leugenbarer Historie“ in Richtung Lieferanten.
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