Die Pkw-Neuzulassungen weisen nach Jänner und Februar 2010 mit 42.668 Stück ein Plus von 12,8 % aus. Im Februar allein lag der Automarkt mit 21.786 Stück um 15,7 % über dem Vorjahreswert. „Dieses höhere Marktniveau ist nicht weiter verwunderlich“, erklärt Porsche Austria, die bereits jedes dritte neu zugelassene Fahrzeug aus dem Volkswagenkonzern beisteuert, „lag doch der Automarkt im Vorjahr als Folge der Finanzkrise auf einem historischen Tiefstwert.“
Oberflächlich betrachtet, unterscheidet sich im langjährigen Vergleich das derzeitige Marktvolumen tatsächlich kaum von dem der Jahre vor der Finanzkrise.
Kritiker dieser Zeilen mögen einwenden, dass im Streben um mehr Markteinfluss bis dato noch jedes Auto verkauft wurde, das angemeldet worden war. Selbstverständlich ist der Einsatz der Marken interessengeleitet: Es geht darum, die schwachen Marken aus dem Markt zu drängen. Punkt. Was anderes sollte die Hersteller/Importeure sonst antreiben, so fernab ihrer eigenen Probleme? Und mit Verlaub: Mit kaufmännisch traumatisierten und zahlungsunfähigen Händlern lässt sich vorzüglich Netzbereinigung betreiben.
Für viele im Markt bleibt eine künstlich gesteigerte Neuzulassungsstatistik ein Hoffnungsträger, auch wenn Träume von der Wirklichkeit eingeholt werden. Eines wird klar: Österreichs Autohandel besitzt nicht den Einfluss, die Kurzzulassungsflut der Hersteller/Importeure zu stoppen.

Anbei finden Sie die aktuellen Neuzulassungszahlen nach Bundesländern.