Die meisten Marken haben sich von der Schockstarre 2009 erholt und heuer einen dem Empfinden der Konsumenten entgegenkommenden Markenauftritt gewählt. Reduzierter Pomp und weniger Versprechungen signalisieren eine glaubwürdigere Aufbruchstimmung im Autogeschäft.
Die Service- und Ersatzteileanbieter tragen weiterhin ihr optimistisches Lächeln zur Schau – zweistellige Wachstumsraten sind das Minimum ihrer Erfolgserwartungen 2010.
Die Stromstecker werden nun in den meist – noch zu teuren – hybriden Vehikeln versteckt und frühlingsgleich sprießt bei den Herstellern mit weiter verbrauchsoptimierten Verbrennungsmotoren die Hoffnung auf wieder bessere Geschäfte. Wachstumshemmend sind die steigende Arbeitslosigkeit und die Schwäche des Euro.
In dieser Ambivalenz spielt sich der Markt ab. Es widerspricht kaum jemand, dass von 100 % Marktvolumen rd. ein Fünftel Schimäre ist. Diesen Trugschluss will niemand wahrhaben. In Wahrheit sind alle Marktsegmente von Verdrängung geprägt. Nur wer vorn mitspielt, zählt zu den Gewinnern. Die werden weniger.
So gesehen schneidet sich jeder von Genf 2010 sein Stück Erfolgserwartung ab. Der Macht der Realität kann sich niemand entziehen.