An der Elektromobilität wird auch bei der Fraunhofer-Gesellschaft
heftig gearbeitet. Das neueste Ergebnis: Eine beachtliche
Weiterentwicklung des 1897 von Ferdinand Porsche entwickelten
Radnabenmotors.
Der im Jahr 1900 präsentierte Lohner-Porsche "Semper
Vivus" war das erste Zero-Emission-Fahrzeug der Welt. Einer derVorteile von Radnabenmotoren ist, dass auf einen klassischen
Motorraum verzichtet werden kann. Da Getriebe und Differenzial
wegfallen, gibt es keine Verluste und keinen Verschleiß in
mechanischen Übertragungselementen. Außerdem kann der direkte Antrieb
des einzelnen Rades die Fahrdynamik und Fahrsicherheit verbessern.
Renaissance in Stadtautos?
Seit Porsches Zeiten hat sich viel getan. Nun wurde auf der
"Aluminium" der neue LARA präsentiert: ein luftgekühlter
Radnabenmotor mit hoher Drehmomentdichte auf Basis gegossener
Aluminiumspulen. Mit diesen lässt sich der Leiterquerschnitt exakt an
den zur Verfügung stehenden Bauraum anpassen. Damit sind in der
luftgekühlten elektrischen Maschine Stromdichten auf dem Niveau
wassergekühlter Maschinen zu erzielen. Vor allem im niedrigeren
Drehzahlbereich lässt sich damit die Effizienz des Radnabenmotors bis
zu 30 Prozent steigern. Womit die Porsche-Erfindung künftig in
leichten Stadtfahrzeugen eine Renaissance erleben könnte.