Der Marktanteil von batterieelektrischen Pkw (BEVs) stieg in Österreich im Mai um fast 45 Prozent auf 22 Prozent. Wie die 65. Ausgabe des Indicata Market Watch von Autorola zeigt, liegen Junge Gebrauchte (unter zwei Jahren) mit 12,3 Prozent zurück, zeigen aber einen Aufwärtstrend. Der Angebotsbestand junger Gebrauchtwagen wuchs auf 15,5 Prozent, was sich in einem MDS-Wert von 150 widerspiegelt – besser als die 170–180 im Vorjahr. Erstmals gibt es mehr BEVs als Diesel in diesem Segment. Angesichts des sinkenden Dieselanteils von nur noch 12 Prozent im Neuwagenmarkt ist nicht mehr zu erwarten, dass Diesel jemals wieder mengenmäßig die Oberhand gewinnen.
Insgesamt zeigen sich die Preise auf dem heimischen Online-Gebrauchtwagenmarkt stabil, wie der Indicata Market Watch in seiner 65. Ausgabe zeigt. Elektroautos verloren jedoch rund 5 Indexpunkte seit Jahresbeginn. Plug-in-Hybride (PHEVs) weisen einen stark sinkenden MDS-Wert auf, was auf einen wachsenden Preisdruck hinweist: Die Verkaufsdynamik hält nicht mehr mit dem steigenden Angebot Schritt. Noch passen Marktanteile von Angebot und Verkauf zueinander, doch die wachsende Angebotsmenge dürfte die Preise in der zweiten Jahreshälfte belasten. BEVs wiederum folgen im Preisrückgang dem Trend anderer europäischer Märkte wie Schweden, den Niederlanden oder Deutschland.
Dacia feiert Erfolge
Vollhybride bleiben mit stabilen Preisen und guten MDS-Werten solide und unauffällig. Preisstabilität ist jedoch markenabhängig: Japanische Hersteller halten ihre Werte robust, während koreanische Marken zunehmend unter Druck geraten. Dacia, als vergleichsweise neuer Player innerhalb der Renault-Nissan-Allianz, feiert Erfolge im Preiseinstieg und gewinnt hier an Bedeutung. Der Blick zurück auf 2020 zeigt: Österreich folgt dem internationalen Trend. BEV-Preise sanken ähnlich stark wie in den elektroaffinen Märkten Skandinaviens oder den großen EU5-Ländern wie Deutschland und Großbritannien.
