In den vergangenen Jahren haben wir fast monatlichüber neue Einbußen in Süd-und Osteuropa berichtet. Doch jene Händler, die -oft mehr schlecht als recht -die schwierigen Zeiten überstanden haben, können nun meist durchatmen. Die Zulassungszahlen steigen wieder, wenn auch noch nicht jenes Ausmaß wie vor der Krise erreicht wurde. Auffallend ist, dass beispielsweise in Griechenland in den ersten 9 Monaten ein Neuzulassungs-Wachstum von 21,6 Prozent erzielt wurde. Allerdings beträgt das Volumen in Griechenland nach wie vor weniger als ein Viertel des österreichischen , obwohl das Land der Hellenen fast 11 Millionen Einwohner zählt. Mit18,6 Prozent Plus ist das Wachstum auch in Spanien durchaus respektabel, und Portugal gibt mit +35,2 Prozent in den ersten drei Quartalen sogar noch mehr Gas. Wichtig ist, dass sich auch der wesentlich größere Automarkt Italien (+3,6 Prozent) einigermaßen erholt. Österreichische Importeure, die(wie die Porsche Holding und Mazda Austria) in Osteuropa stark engagiert sind, können ebenfalls ein bisschen durchschnaufen: Denn die Erholung hat auch auf Osteuropa übergegriffen. Kroatien (+24,9 Prozent), Tschechien (+17,7 Prozent), Ungarn (+20,5 Prozent) und die Slowakei (+11,2 Prozent) seien nur beispielhaft erwähnt.

Mercedes gibt ordentlich Gas

Auf das stärkste Quartal seiner Unternehmensgeschichte kann Mercedes verweisen: Zwischen Juli und September wurden weltweit 412.018 Neuwagen an Kunden übergeben, das waren um 11,9 Prozent mehr als im 3. Quartal 2013. Damit wurde der positive Trend seit Jahresbeginn (1.195.156 Pkws, +12,5 Prozent) fortgesetzt. Auf Europa entfielen laut Angaben von Ola Källenius, Vertriebsvorstand von Mercedes Pkw, in den ersten drei Quartalen 534.263 Neufahrzeuge. Weitaus wichtigster Markt für die Stuttgarter blieb auch heuer Deutschland, wo 191.205 Pkws mit Stern abgesetzt wurden; das entspricht einem minimalen Wachstum von 0,1 Prozent. (MUE)