Im Zuge der Erweiterung des Unternehmenssitzes wird die Louise-Piëch-Straße nun zur neuen Firmenadresse. Damit wird der Firmengründerin Louise Piëch gewürdigt, die 1947 gemeinsam mit ihrem Bruder Ferry Porsche den Grundstein zum Weltunternehmen mit heute 32.000 Mitarbeitern legte. Der Porschehof-Komplex in Salzburg Bürmoos wurde auf 9.500 m 2 Grundfläche um zwei moderne Bürogebäude erweitert und ist nun Arbeitsplatz für rund 550 Angestellte.
Zur Eröffnung war nahezu der gesamte Volkswagen-Vorstand mit Dr. Martin Winterkorn an der Spitze zur Einweihung angetreten, die Familien Piëch und Porsche sowieso. Die Landespolitik war durch Bürgermeister Heinz Schaden und Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer beim Festakt vertreten, die mit warmen Worten den Nachlass von Louise Piëch lobten. Vor dieser Kulisse erläuterte Alain Favey, Sprecher der Porsche Holding Salzburg Geschäftsführung, nochmals die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, das heute im Volkswagen-Konzern eingegliedert ist: Im Automobilhandel in 21 europäischen Ländern, in China und in Südamerika tätig, werden jährlich rund 550.000 Fahrzeuge vermarktet. Die Konzernzentrale in Salzburg-Schallmoos beherbergt jetzt 1.500 Menschen. So auch die Porsche Informatik, die für den Volkswagen-Konzern ihr Dealer-Management-Knowhow weltumspannend zur Verfügung hält. Eine passende Gelegenheit, den erweiterten Gebäudekomplex von der Lagerhausstraße in die Louise-Piëch-Straße umzubenennen. Louise Piëch zog mit Bruder Ferry Porsche einst vom Gründungsstandort Gmünd (Kärnten) 1949 nach Salzburg in die Alpenstraße, um den VW-Generalimport aufzubauen. Nach dem Tod ihres Mannes 1952 nahm "die Chefin", wie die Mutter von vier Kindern hausintern angesprochen wurde, das Zepter selbst in die Hand und stellte mit viel Geschick die Weichen für ein (an)dauerndes Wachstum weit über die heimischen Grenzen hinaus. Die Straßenbenennung würdigt ihr Wirken als herausragende Unternehmerpersönlichkeit.
Louise Piëchs Taten für heute und morgen
Die heutige Unternehmensleitung in Salzburg basiert- erweitert um die Konzernmarken und den Dienstleistungssektor rund um das Auto - auf den Grundprinzipien von Louise Piëch, wie Faveys Vorgänger Mag. Wolf-Dieter Hellmaier in seinen Reminiszenzen feststellte.
Die Führung des Konzerns und damit der Ausbau des Vertriebsgeschäfts der Porsche Holding Salzburg geschehen unter den wachsamen Augen von Winterkorn, Klingler&Co. in Wolfsburg. Die Mehrheitseigentümer Wolfgang Porsche und Ferdinand Piëch setzten ihr Paradeunternehmen bei Volkswagen ein, um einerseits die überschuldete Porsche-Sportwagenschmiede zu sanieren und andererseits den Einfluss bei Volkswagen zu mehren. Das ist wahrhaft gelungen und hätte "die Chefin" mit Stolz erfüllt.
Trotz aller Auf-und Abwärtsbewegungen im Markt gedeiht das Vertriebsgeschäft weiterhin prächtig -so ungetrübt ist das zumindest aus der Sicht der Konzernlenker. Konzernunabhängige Händler-und Servicepartner hätten dazu noch die eine oder andere -gegenläufige -Sicht der Dinge, was die Ertragskraft im Autohausgeschäft anbelangt. Sie verkneifen sich jedoch laute Kritik, geht es ihnen unter dem Volkswagen-Markendach immer noch am besten von allen anderen Markenvertretern. Das ist ein Kompliment erster Güte.
Fortan erinnert die Louise-Piëch-Straße an das Werk der "magischen Chefin", die 95 Jahre alt wurde und bis knapp an ihr Lebensende im Unternehmen präsent war. Der VW-Konzern zollte ihr Tribut, und das auf eindrückliche Weise: Die rund 1.500 Angestellten waren ebenfalls in die Feier einbezogen, was der sozial eingestellten Vollblutunternehmerin sicher gefallen hätte. (LUS)
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