Die Hersteller geben den Takt vor und die Importeure sind die Vollzugsorgane. Das ist alles logisch. Nur nicht für die Standesbewahrer. Sie streiten um Nichtigkeiten, während längst die Markenvertriebsnetze ausgeputzt werden. Der Teissl-Fall wird nicht allein bleiben, weitere Revisionsergebnisse werden die Kündigungswelle verstärken.

Beim 7. A&W-Tag, bei diversen Kundenveranstaltungen von Lieferanten trafen sich zahlreich wie nie Kfz-Unternehmer zum Erfahrungsaustausch und die daraus gewonnenen Erkenntnisse zur Zukunft der Autobetriebe waren grosso modo wenig berauschend. Professor Peter Filzmaier bringt es in der AUTO-Information 2244 auf den Punkt: "Interne Interessengegensätze sind groß und jeder Branchenfunktionär spult sein Programm zur jeweiligen Zielgruppe statisch ab."

Vielen Funktionären fehlt das Eingeständnis, dass die Branche zwar nicht in ihrem Bestand bedroht ist, jedoch tiefgreifender Änderungen bedarf. Unsere Branchenvertreter sollten sich rasch bei einem guten Abendessen zusammenreden, ehe sie selbst obsolet werden.

Ihr Gerhard Lustig