Nach den Ereignissen der vergangenen Wochen ist eines ist klar:
Freunde fürs Leben, wie man so schön sagt, werden Bundesgremialobmann
Komm. -Rat Burkhard Ernst und Importeurs-Chef Dr.
Felix Clary und
Aldringen keine mehr. Zu unterschiedlich sind schon allein die
Charaktere der beiden Herren: Meist polternd der Händler-Obmann, eher
zurückhaltend der oberste Vertreter der Importeure.
Was ist also passiert in den vergangenen Wochen? Es ging, wie so oft,
um das Thema Geld (und da haben, wie wir alle wissen, schon wirkliche
Freunde -also nicht die Herren Ernst und Clary -ordentlich
gestritten). Zurück zur Ursache: Burkhard Ernst warf den Importeuren
vor, bei seinem Lieblingsthema, dem Forum Mobilität.Freiheit.Umwelt
nur halbherzig mitzumachen. Sie erinnern sich wahrscheinlich: Das ist
jenes, sagen wir, etwas diffuse Gebilde, das den Autofahrern eine
bessere PR in der Öffentlichkeit verschaffen soll. "Die nach außen
getragene Einheit zwischen den Automobilimporteuren und den Händlern
war nur eine Farce", schrieb Ernst in einem Kommentar für die
"AUTO-Information" (siehe Faksimile) und legte sich auch gleich mit
Verbands-Geschäftsführer Dr. Christian Pesau an.
Dass die beiden Herren aus der Industriellenvereinigung dies nicht
auf sich sitzen lassen würden, war klar: "Falls also eine Kooperation
mit uns Importeuren nicht mehr gewünscht wird, werden wir unsere
Themen über die Industriellenvereinigung spielen", tönte Clary eine
Woche später in Richtung Ernst.
Mein Appell: Der harten Worte sind genug verteilt, lassen Sie endlich
Taten besprechen. Wenn jeder ein bisserl nachgibt, kann man endlich
was tun für das Wohl der Branche. Warum setzen Sie sich nicht bei
einem abendlichen Bier zusammen und räumen die Differenzen aus?