Wie verbessert man ein gut funktionierendes System?“, lautet die Einstiegsfrage im KLARTEXT-Gespräch mit dem Führungsteam des willhaben Motornetzwerks Alexander Reissigl (Sales Director Auto & Motor) und Marcus Kraushofer (Product Director Auto & Motor). Die ebenso einfache wie kurze Antwort: „Laufend!“ Die beiden sprühen nur so vor Ideen, beschäftigen sich dafür intensiv mit Prozessen und damit, wie man Autohäuser entlang der gesamten Strecke bis hin zum Aftersales unterstützen kann: Alexander Reissigl, der weiß wie der Kunde tickt und wie sich die Customer Journey entwickelt, und Marcus Kraushofer, der aus der Autobranche kommt und durch den laufenden Austausch weiß, was der Händler braucht.

Weiterlesen: Alle Artikel aus der Sonderausgabe "KLARTEXT - Reden wir über Prozesse" finden Sie hier

„Es gibt nicht die eine Customer Journey“, erklärt Reissigl: „Es gibt verschiedene Wege und verschiedene Prozesse. Dabei sind für uns die Prozesse im Autohaus ganz zentral, wir richten uns danach aus.“ „Wir machen uns sehr intensive Gedanken dazu und versuchen, Tools zur Verfügung zu stellen“, ergänzt Kraushofer. Dabei geht es darum, die Prozesse im Autohaus zu verstehen und Lösungen anzubieten, die den Betrieben in der Praxis helfen.

Fundierter Marktüberblick

Dazu gehört etwa ein umfassender, leicht nutzbarer Marktüberblick, den willhaben Marktmonitor. „Händler können damit schnell erkennen, was ein Auto wert ist, welchen Preis man dafür erzielen kann, wie die Standzeiten aussehen und welche Marge möglich ist“, so Kraushofer. Die Tools müssen dafür sehr einfach zu bedienen sein und einen schnellen Überblick ermöglichen. 

„Eine zentrale Rolle spielt dabei die Qualität der Daten“, ergänzt Reissigl. Denn neben der Erfahrung und dem richtigen Bauchgefühl braucht es mehr denn je datenbasierte ­Entscheidungen. 

Weil sich der Markt mit hoher Geschwindigkeit bewegt, braucht es sowohl historische als auch tagesaktuelle Informationen. „Aus der Mischung aus historischen Daten und aktuellen Marktdaten kann willhaben dynamische Reaktionen rasch abbilden“, so Reissigl. Diese Dynamik im Markt ist derzeit extrem hoch und nimmt weiter zu. Reissigl nennt als wichtige Kennzahl die Leads pro Anzeige. Damit werden Angebotsschwankungen ­neutralisiert und zeigen, ob zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Angebotsüberschuss vorhanden ist oder nicht. „Derzeit kommen um ein Drittel mehr Anfragen pro Anzeige“, berichtet ­Reissigl von einem All-Time-High. 

Matchmaking-Spezialist

„Das Matchmaking ist der entscheidende Punkt, das Zusammenfinden von Käufer und Verkäufer ist die Kernkompetenz von willhaben“, bringt es Kraushofer auf den Punkt. Zur weiteren Perfektionierung hat man in den vergangenen beiden Jahren die Struktur im Unternehmen umgebaut, heute gibt es mehrere Teams, die ausschließlich für Auto & Motor arbeiten. „Im Kopf geht es nur mehr ums Auto“, lächelt Kraushofer. Die Mitarbeiter wissen, woran und wofür sie bauen. „Dadurch kann Auto & Motor schneller reagieren und den Händlern spezialisierte Lösungen aus einer Hand ­anbieten“, ergänzt Reissigl.

In Zukunft wird sich willhaben noch stärker in weitere Schritte der Vermarktung und der Organisation im Kfz-Betrieb einbringen. „Wir arbeiten daran, dass man alle Prozesse über uns abwickeln kann“, so Kraushofer, der als Beispiele Angebotserstellung, Kaufvertrag, Rechnung und Auslieferungsprotokoll nennt. Über den Marktmonitor ist bereits eine Lagerbewertung möglich, Händler können nicht nur den Einkauf steuern, sondern auch Maßnahmen und Aktionen ableiten. 

Wichtig ist dabei, weiterhin genau zuzuhören. „Den willhaben-Nutzern, aber ganz besonders auch den Händlern, um entsprechende Angebote und Lösungen zu entwickeln“, sind Reissigl und Kraushofer überzeugt. Denn technologische Unterstützung kann dabei helfen, Prozesse und damit den Geschäftserfolg zu verbessern.