A&W: Wie sieht das aktuelle Produktportfolio von Aumovio Aftermarket aus?

Jens Kowald: Im Bereich Bremse sind wir mit ATE natürlich sehr stark aufgestellt und es kommen noch immer Themen dazu. So gibt es mit „New Original“ eine neue Linie für Fahrzeuge auf reinen E-Plattformen. Denn während bei gemeinsamen Plattformen die gleichen Bremsen verbaut sind, werden bei reinen E-Fahrzeugen andere Produkte verwendet. Die Formen sind anders, die Materialien sind anders. Dem tragen wir mit „New Original“ Rechnung und können uns hier stärker abheben. 

Neben ATE bauen wir aber auch die Marke VDO stark aus, hier hat es einen Strategiewechsel gegeben und wir erweitern das Portfolio. Dabei reden wir von tausend Sachnummern pro Jahr für ein sehr umfangreiches Portfolio im Elek-tronik-Bereich. Dabei schließen wir neben den Produkten aus der Erstausrüstung – mit unseren hohen Ansprüchen an die Qualität – auch Lücken im Angebot.

Um welche Produkte handelt es sich dabei?

Kowald: Hier reden wir etwa von Hochdruckpumpe, Wasserpumpe, Kraftstoffpumpe, MAP-Sensor oder Drosselklappe. In weiterer Folge wird das VDO-Portfolio um Sensoren und Kameras erweitert, wobei es sich zu 100 Prozent um Serienprodukte handelt, die vom selben Band laufen wie jene, die beim Hersteller verbaut werden. Bei Assistenzsystemen werden keinerlei Nachbau-Teile verwendet, die Systeme müssen zu 100 Prozent funktionieren. 

Gibt es auch ein Schulungsangebot bei VDO?

Kowald: Wir stehen unverändert und konsequent für Premium und bieten auch den entsprechenden Service. Natürlich fokussieren wir VDO auch im Servicebereich und wollen das durch Trainings begleiten. Die Betreuung und die Menschen vor Ort sind unsere Kernkompetenz. Wir werden neben der Unterstützung für unsere ATE-BremsenCenter auch im VDO-Bereich entsprechende Betreuung anbieten, aktuell entwickeln wir Trainings für die neuen Produkte.

Wie sieht das Schulungsprogramm generell aus?

Wir führen Schulungen in verschiedenen Bereichen durch, unter anderem zu Hochvolt-Themen, aber auch zu Klimaanlagen oder Airbags, selbst wenn wir im konkreten Fall keine eigenen Produkte haben. Wir unterstützen die Werkstätten, weil sie diese Themen beherrschen müssen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Werkstätten zu unterstützen.