Unter dem Titel „CSI: Auto – Wenn Fahrzeuge zu Zeugen werden“ führte Kfz Sachverständiger Alfred Schatz aus, mit welchen Mitteln man heutzutage den wahren Unfallhergang ermitteln kann.
Doch bevor er mit seinen Ausführungen startete, verwiesen die anwesenden Verantwortlichen der -Garanta Versicherung und der Donau Versicherung, unter deren Dach die Garanta nun operiert, auf die neue Konstellation. „Das ist unsere erste Veranstaltung als Team Garanta“, bemerkte Mag. Heinz Steinbacher, Leiter Team Garanta. „Wir werden weiterhin an der Kundenbindung zu den Kfz-Betrieben arbeiten“, ergänzte Hans-Günther-Löckinger, Leiter Vertrieb Team Garanta. „Es geht so weiter wie bisher“, stellte auch Friedrich Lixl fest, der seit zwei Jahren die Landesdirektion Salzburg der Donau -Versicherung leitet.
Datenaufzeichnung mit dem EDR
In seinen Ausführungen beschäftigte sich Kfz-Sachverständiger Alfred Schatz mit der Aufzeichnung von Fahrzeugdaten, mit deren Hilfe sich im Schadenfall wichtige Erkenntnisse gewinnen lassen. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Event Data Recorder (EDR) zu, der fünf Sekunden vor und fünf Sekunden nach einem „Impact“ (dem Aufprall) relevante Daten aufzeichnet. Mit dem EDR ließen sich objektive Daten statt Aussagen erheben, so Schatz. Und -warum das Ganze? „Durch teure Schadensbilder wird die genaue Bestimmung des Unfallhergangs umso wichtiger“, führte der Kfz-Sachverständige aus.
Appell für ganzheitliche Unfallanalyse
Der EDR ist laut dem Experten aber nur ein Baustein in der ganzheitlichen Unfallanalyse: Dazu zählen ebenso die genaue Begutachtung der Unfallstelle und der konkreten Fahrzeugschäden, Befragungen bzw. Zeugenaussagen sowie eine umfangreiche technische Untersuchung. „Grundsätzlich muss jedes seit 2024 (neu zugelassene) Fahrzeug das Auslesen von Fahrzeugdaten ermöglichen.“ Normalerweise müsse das über die OBD-Schnittstelle erfolgen, das sei aber nicht bei allen Fahrzeugen der Fall, unterstrich Schatz.
Er trug auch drei Beispiele vor, in denen mithilfe von Fahrzeugdaten der konkrete Unfallhergang ermittelt werden konnte. Zuvor hatten die jeweiligen Fahrzeuglenker einen von der Realität stark abweichenden Unfallhergang geschildert.
