Ein RS-Modell als Plug-in-Hybrid? Das hätte man sich vor ein paar Jahren nicht wirklich vorstellen können. Doch bei näherer Betrachtung hat das auch Vorteile, wie Ende März bei der Präsentation des RS 5 im „Audi House of Progress“ in der Wiener Kärntner Straße klar wurde. Denn durch diesen Antrieb ist der flotte Flitzer in Österreich ab sofort stark steuersparend unterwegs.

Wer den 4,90 Meter langen RS 5 mit 2,9-Liter-BiTurbo-TFSi und zusätzlichem Elektromotor (Systemleistung von 639 PS) in der Basisausstattung bestellt, zahlt 0 Prozent NoVA: Der Preis startet bei 108.300 Euro für die Limousine und 110.400 Euro für den Avant, wobei der Kombi laut Audi-Markenleiter Thomas Beran für etwa 80 Prozent der Verkäufe verantwortlich sein wird. Doch warum schnell sein? Da sich die NoVA-Berechnung nach Einführung der EU7-Regelung (ab 29. November 2026 für neue Modelle, ab 29. November 2027 für alle Neuwagen) ändern wird, will man beim Importeur alles tun, um in diesem Zeitraum möglichst viele RS 5 nach Österreich zu bekommen. Beran rechnet zwar nicht mit Riesen-Stückzahlen, doch dürften in einem Gesamtjahr etwa 400 Einheiten des RS 5 in Österreich neu zugelassen werden.

Der RS 5 ist die erste Neuheit des Jahres, später folgen auch noch der Q7 sowie der große Q9 und vor allem der A2 e-tron, der sowohl den A1 als auch den Q2 beerben wird. Diese beiden Autos laufen heuer aus und die Audi-Händler tun bereits ihr Möglichstes, um Kunden noch mit Neuwagen dieser beiden Modelle zu versorgen. 

Nicht zuletzt deshalb waren die Zulassungen von Audi im 1. Quartal so hoch: Mit 5.466 Einheiten liegt Audi (laut den vorläufigen Zahlen der Statistik Austria für März) nach 3 Monaten in Österreich um 13,9 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2025. Ob der Marktanteil von 7,1 Prozent auch halten wird, hängt wohl in erster Linie vom Gesamtmarkt ab. 

Bei Audi will man die Zahlen keinesfalls pushen, so Beran: „Natürlich wollen wir den Schwung aus dem 1. Quartal mitnehmen.“ Doch wichtiger als ein hoher Marktanteil seien zufriedene Händler: „Wir wollen sie auf keinen Fall mit zu vielen Jungwagen belasten, eine saubere Händlerrendite ist wichtiger als ein hoher Marktanteil.“ Die Audi AG in Ingolstadt hat Österreich jedenfalls eine gute Belieferung für die kommenden Monate zugesichert.